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Tanzen : John Neumeier rügt russisches Anti-Schwulen-Gesetz

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Der Intendant und Chefchoreograf des Hamburg Ballett, John Neumeier, hat das umstrittene Anti-Homosexuellen-Gesetz in Russland kritisiert.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2013 | 16:03 Uhr

«Ich bedaure das neue Gesetz außerordentlich und halte es für rückwärtsgewandt», erklärte der 71-Jährige am Mittwoch in Hamburg. Er fürchte, dass es Diskriminierung und Gewalt schüren werde.

Ein Boykott von Veranstaltungen aus Protest hält Neumeier indes für falsch. Mit seinem Ensemble will er in Russland, das zu den wichtigsten Ballett-Nationen der Welt gehöre, weiterhin auftreten. «Mir sind Dialog und Austausch mit Russland sehr wichtig und Boykott - ein Abbrechen des Dialogs - ist nicht, woran ich glaube», teilte er mit. «Ich will den Austausch mit Russland fortsetzen und weiterhin versuchen, mit meinen Choreografien Brücken zu bauen.»

International haben bereits viele Künstler gegen ein von Kremlchef Wladimir Putin unterzeichnetes Gesetz gegen «Propaganda» von Homosexualität protestiert. Damit stehen unter anderem positive Äußerungen über gleichgeschlechtliche Lebensweisen vor Minderjährigen unter Strafe.

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