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Theater : Hochhausballett in Chemnitz

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Geschichten aus dem Plattenbau: Ein Hochhaus in der Chemnitzer Innenstadt aus den 1960er Jahren mit seinen 70 Balkons wird zur Bühne.

Pünktlich zum Sonnenuntergang um 19.42 Uhr ist an diesem Freitag (6.9.) Premiere für das «Balkonballett». In einer Collage aus Texten, Tanz, Musik, Installation und Videosequenzen erzählen die Bewohner vom ihrem Leben auf 26 Quadratmetern. So groß sind die dortigen Einraumwohnungen.

«Wir wollen zeigen, welchen Einfluss die Architektur auf das Leben und das Glück der Menschen hat», sagt Theaterpädagogin Gabi Reinhardt, die die Idee für das mehr als einstündige Spektakel hatte. Das verbindende Element seien die Balkone, die sich an der Häuserfront aneinanderreihen. 15 dieser Balkone verwandeln sich zu Minibühnen. Die Regieanweisungen für die rund 25 Darsteller, die bei dem Projekt mitmachen, kommen übers Radio und können mitgehört werden. Eine Hausband macht Musik, ein Bürgerinnenchor von zehn Frauen greift kommentierend von außen in das Geschehen ein.

Im Frühjahr 2012 sei ihr vor dem Haus stehend die Idee zu dem Projekt gekommen, sagt Reinhardt. «Dort leben 176 Menschen. Das ist ein kleines Dorf. Doch im Unterschied zum Dorf kennen sich die Hausbewohner kaum.» Im März hätten die Vorbereitungen begonnen. Das Zusammenleben im Haus habe sich seither verändert.

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erstellt am 05.Sep.2013 | 10:53 Uhr

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