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Musik : Großmufti gegen Konzert des Bayerischen Staatsorchesters

vom

Der oberste muslimische Kleriker im indischen Teil von Kaschmir hat sich gegen das geplante Konzert des Bayerischen Staatsorchesters in Srinagar ausgesprochen.

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2013 | 15:27 Uhr

Der Großmufti Bashiruddin Ahmad appellierte an den deutschen Botschafter in Indien, Michael Steiner, das Geld solle lieber für Bildung und Gesundheitsfürsorge in der krisengeschüttelten Region ausgegeben werden. Das berichtete die indische Nachrichtenagentur IANS am Dienstag. Steiner hatte in der vergangenen Woche betont, dies sei kein politisches, sondern ein rein kulturelles Ereignis.

«Ich persönlich denke, dass eine solche Musik-Show das falsche Signal aussendet, nämlich dass die Menschen von Kaschmir wohlhabend sind und die Muße haben, an solchen hochkarätigen Veranstaltungen teilzunehmen», sagte der Mufti laut IANS. Zuvor hätten sich bereits der Separatistenführer Syed Ali Geelani sowie der religiöse und politische Führer im Kaschmir-Tal, Mirwaiz Umer Farooq, gegen das Friedenskonzert ausgesprochen.

Unter der Leitung des indischen Dirigenten Zubin Mehta will das Bayerische Staatsorchester am 7. September in Kaschmir spielen. Es wäre nach Botschaftsangaben das erste Konzert eines Orchesters in der Unruheregion an der Grenze zu Pakistan. Im indischen Teil kämpfen muslimische Extremisten für die Unabhängigkeit oder den Anschluss an das Nachbarland - die Bewohner leiden immer wieder unter Ausbrüchen von Gewalt und Ausgangssperren.

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