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Musik : Gérard Mortier poltert gegen die Wiener Philharmoniker

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Der frühere Intendant der Salzburger Festspiele, Gérard Mortier (69), hat zu einem Rundumschlag gegen österreichische Kulturinstitutionen ausgeholt.

«Die Frage ist, spielen die (Wiener) Philharmoniker bei den Salzburger Festspielen immer auf ihrem höchsten Niveau? Ich würde sagen, nein», sagte der künstlerische Direktor des Madrider Opernhauses «Teatro Real» der Wochenzeitung «Falter». Die Orchestermusiker wechselten zu häufig und seien nur unregelmäßig bei Proben anwesend. Daher kämen bestimmte Dirigenten gar nicht mehr nach Salzburg.

«Ich sage das nicht aus Bösartigkeit, sondern weil sie so toll sind. Aber diese Wechsel verderben das», so der belgische Kulturmanager. Zuvor hatte der Sprecher der Philharmoniker in einem Interview Mortiers Arbeit bei den Salzburger Festspielen kritisiert.

Auch mit der Leistung der Wiener Staatsoper ist Mortier nicht zufrieden: «Der Spielplan der Wiener Staatsoper ist ein Desaster.» Die künstlerische Qualität sei eine Katastrophe. Dies sei teilweise auch die Schuld der Wiener Philharmoniker, weil sie Direktor Dominique Meyer ernannt hätten. Deshalb sollten sich die Philharmoniker bei der Intendantensuche in Salzburg zurückhalten: «Die Philharmoniker sollen sich nirgends um die Direktion bemühen, denn so geht's nicht, meine Herrschaften.»

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erstellt am 27.Aug.2013 | 16:07 Uhr

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