Besseres Wetter : Suche nach abgestürztem Air-Asia-Flugzeug geht weiter

Einsatzkräfte suchen aus der Luft nach Wrackteilen und Toten.
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Einsatzkräfte suchen aus der Luft nach Wrackteilen und Toten.

Nachdem zuletzt schwerer Seegang die Bergungsarbeiten erschwert hat, ist das Meer vor Borneo nun ruhiger. Der Flugzeugrumpf soll geborgen werden.

shz.de von
02. Januar 2015, 07:37 Uhr

Jakarta | Bei ruhigerer See haben Bergungsmannschaften die Suche nach der vor Borneo ins Meer gestürzten AirAsia-Maschine ausgeweitet. „Wir konzentrieren uns auf die Bergung des Flugzeugrumpfes sowie der Flugschreiber“, sagte der Leiter der indonesischen Rettungskräfte, Bambang Sulistyo, am Freitag. Die Suche war zuvor durch schlechtes Wetter behindert worden.

Auch fünf Tage nach dem Absturz des Airbus A320 werden noch immer mehr als 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder vermisst. Es gibt keine Hoffnung mehr auf Überlebende. Die Rettungskräfte konnten bislang zehn Leichen aus dem Meer bergen. Sechs der geborgenen Toten seien nach Surabaya geflogen worden, sagte der Chef der Rettungskräfte, Bambang Sulistyo. Medienberichten zufolge wurde eine Tote identifiziert und ihrer Familie für die Beisetzung übergeben. Im Bereich der Unglücksstelle beteiligten sich am Freitag insgesamt fünf Schiffe aus Indonesien, Singapur und den USA an der Suche.

Die Maschine der Billigfluglinie AirAsia war am Sonntag aus weiterhin ungeklärter Ursache mit 162 Menschen an Bord auf dem Weg von Indonesien nach Singapur ins Meer gestürzt. Die Hoffnungen richten sich auf die Auswertung der Flugschreiber. Diese zu finden, kann Medienberichten zufolge aber noch Tage dauern.

Ein speziell für die Suche nach Blackboxen ausgerüstetes Schiff sei in das Absturzgebiet vor der Insel Java entsandt worden, sagte Tatang Zaenudin von der indonesischen Rettungsbehörde. Die „Baruna Jaya“ habe auch Sonargeräte an Bord, mit denen Metallteile am Meeresboden geortet und 3-D-Bilder erstellt werden können. Damit hoffen die Retter, den Rumpf des Flugzeuges zu finden.

Das Nachrichtenportal Tempo.co hatte am Donnerstag unter Berufung auf einen indonesischen Matrosen berichtet, das Airbus-Wrack sei auf Sonaraufnahmen in knapp 30 Metern Meerestiefe entdeckt worden. Es habe mit dem Dach nach unten gelegen. Dagegen sagte Sulistyo: „Wir haben den Hauptteil des Rumpfs noch nicht gefunden.“

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