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Video on Demand : Streaming-Dienst: Netflix kommt nach Deutschland

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Watchever, Maxdome und Sky Snap müssen sich warm anziehen: Der Streaming-Dienst Netflix will in Europa expandieren. In Deutschland soll der Dienst noch in diesem Jahr starten.

Video on Demand ist das Zauberwort für viele Fans von Serien und Filmen. Einfach ein wenig zahlen und dafür in die Welt der Videos auf dem heimischen Laptop oder Fernseher eintauchen. Die Anbieter Watchever, Maxdome und Sky Snap dominieren im Augenblick den deutschen Markt. Schon zur Weihnachtszeit könnte sich jedoch ein neuer Platzhirsch in der VoD-Welt breit machen: Netflix.

Der amerikanische Streaming-Anbieter plant eine Expansion in Europa noch in diesem Jahr, heißt es in einer offiziellen Twitter-Meldung des Unternehmens.

Neben Deutschland soll für einen monatlichen Grundpreis die Flatrate auch in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Belgien und Luxemburg verfügbar sein. Genaue Details zu Konditionen, Endgeräten und Preisen nannte das Unternehmen allerdings noch nicht. Netflix will für die Expansion in Mitteleuropa bis zu 400 Millionen Dollar in die Hand nehmen und suchte bereits nach deutschsprachigem Personal.

Twitter-Nutzer reagieren bereits auf die Nachricht. So prophezeit ein Twitterer das Ende des Fernsehens.

Ein anderer Nutzer warnt die hiesigen etablierten Streaming-Anbieter vor Netflix.

Manche Twitterer hoffen, dass Netflix die Filme im Originalton anbietet.

#Netflix darf in der Schweiz einfach nicht den Fehler machen, uns lediglich synchronisierte Serien & Filme anzubieten.

— Christoph Brunner (@brunnercaffi) 21. Mai 2014

Wie die Details zum Angebot in Deutschland aussehen werden, bleibt aber noch abzuwarten. Für einen Nutzer steht jedoch bereits der größte Vorteil fest:

Andere Probleme sehen derzeit die großen deutschen Fernsehsender. Die deutschen Kartellwächter hätten Netflix geradezu den roten Teppich ausgerollt, heißt es von Seiten einiger Sender. Sowohl eine private Allianz von RTL und Sat.1 als auch die Öffentlich-Rechtlichen seien mit Plänen für eine senderübergreifenden Video-Plattform erst jüngst am deutschen Kartellrecht gescheitert, sagte der Geschäftsführer der WDR Mediagroup, Michael Loeb, am Mittwoch beim Medienforum NRW in Köln. „Eine große senderübergreifende Plattform für deutsches Fernsehen ist vor dem Markteintritt von Netflix nun nicht mehr möglich.“ 

Die Wettbewerbslage schade dem Medienstandort Deutschland, sagte der Beauftragte für digitale Strategien beim ZDF, Robert Amlung: „Aus Nutzersicht ist es wahrscheinlich am Schluss relativ egal, wenn die großen Player aus den USA einen guten Job machen. Aber das, was eben der Effekt ist, ist, dass einfach ein Teil des Kuchens über den Teich wandert und eben nicht in Deutschland bleibt. Und das kann eigentlich nicht im Interesse des Medienstandorts sein.“

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erstellt am 21.Mai.2014 | 12:36 Uhr

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