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Gesellschaft für deutsche Sprache : Sprachforscher wählen „GroKo" zum Wort des Jahres

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„GroKo“ ist das Wort des Jahres 2013. Das gab die Gesellschaft für deutsche Sprache am Freitag in Wiesbaden bekannt. Auf dem zweiten Platz landete „Protz-Bischof“.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2013 | 09:53 Uhr

Wiesbaden | Das Wort „GroKo" steht für die geplante große Koalition aus CDU/CSU und SPD. Dieses Wort charakterisiere das Jahr in besonderer Weise, begründete die Gesellschaft für deutsche Sprache am Freitag in Wiesbaden ihre Wahl. Es sei zudem eine interessante, sprachspielerische Wortbildung, sagte der Vorsitzende der Gesellschaft, Armin Burkhardt. Das Wort zeigt in seinem Anklang an „Kroko" bzw. „Krokodil" eine halb spöttische Haltung gegenüber der sehr wahrscheinlichen Koalition auf Bundesebene und hat die Presse bereits zu neuen Bildungen wie GroKo-Deal animiert.

Auf den zweiten Platz setzten die Sprachforscher „Protz-Bischof“, das auf den weit über die Grenzen des Bistums Limburg bekannt gewordenen Franz-Peter Tebartz-van Elst anspielt.

Die vollständige Liste:

1. GroKo     6. Ausschließeritis 
2. Protz-Bischof     7. Generation Sandsack 
3. Armutseinwanderung     8. Ausländermaut 
4. Zinsschmelze     9. falsche Neun 
5. Big Data     10. „Freund hört mit“ 


Vergangenes Jahr hatten sich die Sprachwissenschaftler für „Rettungsroutine“ als Wort des Jahres entschieden. Die Jury hatte ihre zehn „Wörter des Jahres 2013“ aus mehr als 2400 Vorschlägen ausgewählt. Dabei geht es laut Akademie nicht um Häufigkeit, sondern um eine Art sprachliche Chronik des zu Ende gehenden Jahres.

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