Husumer Hafentage : Spaßiger Wassersport - nichts für Landratten

Floßbauwettbewerb und Kajakrennen: Eindrücke der Husumer Hafentage. Foto: Passig
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Floßbauwettbewerb und Kajakrennen: Eindrücke der Husumer Hafentage. Foto: Passig

Dieses Spektakel lockt die Zuschauer jedes Jahr in Scharen an die Kaimauern des Binnenhafens: Mit selbst gebauten Flößen und Kajaks tragen hier "Freiwillige" feuchtfröhliche Rennen aus.

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20. Juli 2008, 04:11 Uhr

Husum | Wer während der Hafentage nachmittags gegen 15 Uhr an der VR-Bank-Bühne in der Hafenstraße vorbeigeht, der kann ihn eigentlich gar nicht überhören: Marco Assmann (35) sucht hier an jedem der fünf Festtage Freiwillige für den Wassersportspaß im Binnenhafen.
Mit Ansagen wie "Ach, der Herr im blauen Hemd dort möchte doch bestimmt mitfahren!" animiert er die Besucher der Hafenmeile zum Mitmachen. Haben sich genügend Leute gemeldet, gehts auf die andere Hafenseite zur Slipanlage. Dort gilt es dann, sich mit drei verschiedenen Fortbewegungsmitteln Rennen im Hafenbecken zu liefern. Wasserscheu sollten die Teilnehmer dabei nicht sein, denn die Wahrscheinlichkeit, ein unfreiwilliges Bad im trübgrünen Nass zu nehmen, ist beim Wassersportspaß ziemlich hoch.
Alles ist erlaubt
Am meisten trifft das wohl auf den Floßbauwettbewerb zu. In Viererteams haben die Hobbykapitäne 25 Minuten Zeit, um aus einem Vorrat an Fässern, Planken und Tauen ein Schwimmvehikel zu bauen - wie das am Ende aussieht, ist egal. Alles erlaubt ist auch, wenn die Konstruktionen zu Wasser gelassen werden. Ob Rammattacken oder Enterangriffe - alle warten natürlich nur darauf, dass die ersten baden gehen. Untermalt wird die Schlacht in den Fluten von Assmanns kurzweiligen Kommentaren, die per Mikrofon in die Hafenstraße übertragen werden, wo sich die Zuschauer schon dicht am Kai drängen.

Spaß garantiert ist auch beim Kajakrennen: Jeweils zwei der Boote sind aneinander gebunden - allerdings in entgegengesetzten Blickrichtungen. Wenn die Teams anschließend einsteigen und der Startschuss ertönt, müssen zwei von ihnen vorwärts und zwei rückwärts paddeln. Kollisionen mit den Dalben sind obligatorisch und werden vom Publikum begrüßt.
Stürze ohne böse Verletzungen
"Jetzt könnt ihr euch fühlen wie Jesus", läutet Assmann das Wettrennen mit den sogenannten Waterboots ein - mit langen, schmalen Schwimmkörpern an den Füßen und zwei Stöcken in der Hand erinnert das ganze an Ski-Laufen auf dem Wasser. Ähnlich oft wie im Wintersport kommt es auch hier zu Stürzen, allerdings ohne böse Verletzungen, denn dabei fällt man nur - natürlich unter dem Gejohle der Zuschauer - weich ins Wasser.
Ein Riesenspaß für Zuschauer und Teilnehmer gleichermaßen - nicht zuletzt wegen Assmanns urkomischer Art, das Treiben zu kommentieren.

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