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Entwurf für neues Schulgesetz : So soll Bildung künftig aussehen

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Der Hauptschulabschluss heißt Berufsbildungsreife, das Y-Modell der Gymnasien darf bleiben, Bildung soll fairer verteilt werden - das verspricht die Bildungsministerin.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 08:58 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins Landesregierung hat das neue Schulgesetz auf den Weg gebracht. Es soll zum neuen Schuljahr in Kraft treten. Kern ist die Einführung einer zweigliedrigen Struktur mit Gemeinschaftsschulen und Gymnasien. Als Schwerpunktziele nannte Bildungsministerin Waltraud Wende (parteilos) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in Kiel mehr Bildungsgerechtigkeit, längeres gemeinsames Lernen und eine Erhöhung der Abiturientenquote. Jedes Kind solle unabhängig von seiner sozialen Herkunft eine faire Chance auf einen bestmöglichen Abschluss bekommen.
Gymnasien
An den Gymnasien wird in der Regel nach acht Jahren das Abitur erworben (G8); die im Schuljahr 2014/15 bereits bestehenden Gymnasien mit einem neunjährigen Bildungsgang oder einem acht- und neunjährigen Bildungsgang (das sogenannte Y-Modell) können fortgeführt werden.
Gemeinschaftsschulen
An den Gemeinschaftsschulen können drei Bildungsabschlüsse erworben werden: die Berufsbildungsreife nach neun Jahren, der Mittlere Abschluss nach zehn Jahren und das Abitur nach 13 Jahren (G9).
Kooperationen
Da nicht alle Gemeinschaftsschulen eine eigene Oberstufe haben, können Schulen ohne eigene Oberstufe Kooperationen eingehen. Diese Kooperationen gewährleisten, dass Schüler bereits mit dem Wechsel von der Grundschule in die weiterführende Schule ihre Oberstufe kennen. Sie haben damit auch - wenn sie die schulischen Leistungsvoraussetzungen erfüllen - eine Rechtsgarantie für den Besuch dieser Oberstufen.
Abschlussbezogene Klassenverbände
Abschlussbezogene Klassenverbände gibt es zukünftig nur noch an den Gymnasien. An den Gemeinschaftsschulen wird es mit Ausnahme der flexiblen Übergangsphase keine abschlussbezogenen Klassenverbände mehr geben. Der Unterricht findet hier in binnendifferenzierender Form statt.
Regionalschulen
Alle bestehenden Regionalschulen mit mindestens 240 Schülerinnen und Schülern werden zum 1. August 2014 in Gemeinschaftsschulen umgewandelt.

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