Neue Studie : Selbstmordrate unter den Ureinwohnern Neuseelands auf Rekordhöhe

Noch nie war die Selbstmordrate bei den Neuseeländischen Ureinwohnern so hoch.

Noch nie war die Selbstmordrate bei den Neuseeländischen Ureinwohnern so hoch.

Im vergangenen Jahr haben sich so viele Maori wie noch nie das Leben genommen. Ein Grund: Das Erbe der Kolonisierung.

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24. August 2018, 12:49 Uhr

Wellington | Unter den neuseeländischen Maori-Ureinwohnern ist die Selbstmordrate einer neuen Studie zufolge deutlich höher als im dem Rest der Bevölkerung. Sie ist auch rund doppelt so hoch wie in den übrigen OECD-Ländern. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie der neuseeländischen Untersuchungsrichterin Deborah Marshall hervor.

Insgesamt haben sich demnach 142 Maori im vergangenen Jahr das Leben genommen. Noch nie seit Beginn der Datenerhebung vor rund zehn Jahren habe es mehr Selbstmorde unter den Ureinwohnern Neuseelands gegeben.

Armut, Gewalt – und das Erbe der Kolonisierung

In den Mitgliedsländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nehmen sich je 100.000 Einwohner im Mittel 11,8 das Leben. In Neuseeland liege die Zahl mit 13,7 etwas höher. Schaut man nur auf die Gruppe der Maori komme man aber auf eine entsprechende Selbstmordrate von 23,7. In Deutschland lag laut OECD die Selbstmordrate im Jahr 2015 je 100.000 Menschen bei 10,6.

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"Wir können die sozialen Faktoren von Selbstmord, einschließlich Armut, Gewalt und dem Erbe der Kolonisierung, nicht ignorieren", sagte Ellen Norman von der Mental Health Foundation. "Wir werden keine Verschiebung bei unseren Selbstmordraten sehen, bis wir beginnen, diese Faktoren anzugehen."

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