Kreis Rendsburg-Eckernförde : Segler nach drei Stunden tot geborgen

Die Taucher suchten systematisch den Grund des Sees ab.
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Die Taucher suchten systematisch den Grund des Sees ab.

Um kurz vor 20 Uhr konnten die Einsatzkräfte am Montagabend ihre Suche im Wittensee einstellen. Der 60-Jährige wurde nur noch tot geborgen.

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16. September 2009, 10:38 Uhr

Groß Wittensee | Bereits drei Minuten nach der Alarmierung war Amtswehrführer Peter Thoms, der gerade durch die Gemeinde Groß Wittensee fuhr, am Ufer des Wittensees, doch da war die Person schon nicht mehr zu sehen. Kurz zuvor hatten Anwohner Schreie gehört. Sie sahen auf der Nordseite des Sees einen Mann, der im Wasser um Hilfe rief, sein Segelboot war gekentert und trieb in einiger Entfernung von ihm. Die Augenzeugen alarmierten die Feuerwehr. Wie sich im weiteren Verlauf herausstellen sollte, wurde ein 60-jähriger Mann aus Groß Wittensee vermisst.

Insgesamt 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Eckernförde, Rendsburg, Groß Wittensee und Borgstedt, des Löschzugs Gefahrgut, des THW sowie Taucher der DLRG suchten nach dem Mann. Aus der Luft wurden sie bei der Suche von Rettungshubschrauber "Christoph 42" und einem Hubschrauber der Bundespolizei mit Wärmebildkamera unterstützt. "An der Stelle, wo die Person zuletzt gesehen wurde, wurde ein Boje zu Wasser gelassen", sagte Groß Wittensees Wehrführer und Einsatzleiter Frank Schröder. Von dort hätten die Taucher dann systematisch den Boden des Sees abgesucht.
Der Vermisste konnte nur noch tot geborgen werden

Nach etwa drei Stunden wurden sie fündig und konnten den Vermissten aus etwa sechs bis acht Metern Wassertiefe nur noch tot bergen. Die Strömung in dem Bereich sei nur gering gewesen, so dass der Körper nicht weit von der Unglücksstelle abgetrieben wurde.
Die Ursache für den Segelunfall ist derzeit noch unklar, die Ermittlungen diesbezüglich laufen. Wie Frank Schröder mitteilte, hätte der Segler keine Schwimmweste, sondern normale Straßenbekleidung getragen. Diese hatte sich mit Wasser vollgesogen und den Mann schließlich in die Tiefe gezogen, vermutet Schröder. Der Wehrführer lobte nach der Aktion die hervorragende Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzkräfte.

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