Wahlen : Seehofer rät FDP zum Stopp der Leihstimmenkampagne

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer.
Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer.

CSU-Chef Horst Seehofer empfiehlt der FDP, ihre Leihstimmenkampagne aufzugeben. «Ich rate uns allen, sich in den letzten Stunden vor der Bundestagswahl mit dem politischen Gegner auseinanderzusetzen und sich nicht gegenseitig die Stimmen streitig zu machen», sagte Seehofer der «Welt» (Online). «Es gibt in Deutschland ein ausreichendes liberales Wählerpotenzial von deutlich über fünf Prozent. Mit den richtigen Themen und dem richtigen Stil kann die FDP ihr eigenes Potenzial auch ausschöpfen», sagte der bayerische Ministerpräsident.

shz.de von
20. September 2013, 09:29 Uhr

Seehofer erinnerte daran, dass die FDP bei der Landtagswahl in Bayern mit einer ähnlichen Taktik gescheitert sei. «Wir als Union sollten bei unserem Kurs bleiben und um jede Erststimme und jede Zweitstimme kämpfen – mit unseren eigenen Zukunftsvorstellungen insbesondere in Abgrenzung zu Rot-Grün», sagte er. Seehofer betonte: «Wir wollen keine große Koalition.»

Eine Zusammenarbeit mit der eurokritischen AfD schloss Seehofer kategorisch aus. «Union und AfD werden in keinem Fall gemeinsame Sache machen», sagte er. «Es wäre verantwortungslos, sich auf die AfD und ihre Anti-Euro-Parolen einzulassen.» Ein Zurück zur D-Mark finde mit der CSU nicht statt, bekräftigte Seehofer.

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