Chronologie : Schwere Unfälle auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Vor knapp neun Jahren ereignete sich der letzte tödliche Unfall auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Bei anderen Havarien entstanden erhebliche Sachschäden. Eine Auswahl.

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14. April 2011, 08:30 Uhr

26. August 2007: Bei der Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal rammt ein 141 Meter langer Frachter ein Schleusentor in Kiel-Holtenau. Der Schaden beträgt rund 500.000 Euro.
2. Januar 2007: Der Tanker "Bow Sirius" fährt auf seiner Jungfernfahrt zu schnell in die Schleuse in Kiel-Holtenau und demoliert ein Tor. Er verursacht einen Schaden von bis zu 2 Millionen Euro. Die Wasserschutzpolizei spricht von "menschlichem Versagen".
1./2. Februar 2006: Bei einem misslungenen Überholmanöver bei Rendsburg stoßen ein finnisches Schiff und ein Gasöl-Tanker zusammen. Experten gehen von rund acht Millionen Euro Gesamtschaden aus.
11. Juli 2002: Der dänische Frachter "Uno" legt sich wegen eines technischer Defektes an der Ruderanlage im Kanal quer. Nach einem Zusammenstoß mit dem Schubverband "Dettmer 46" kentert er. Sieben Besatzungsmitglieder und ein Lotse können sich durch einen Sprung ins Wasser retten, ein Seemann kommt ums Leben.
25. November 1995: Bei einem Unfall vor der Rendsburger Krögerwerft ertrinkt ein 26 Jahre alter Decksmann. Der Schlepper "Gigant" kentert, als er den 105 Meter langen Hamburger Chemikalien-Tanker "Eberhard" ins Werft-Dock bugsieren will. Später stellt das Kieler Seeamt eine Verkettung unglücklicher Umstände fest. Das Unglück führt zu einer mehrstündigen Vollsperrung des Kanals.

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