UKSH Kübeck : Schweinegrippe im Kreißsaal – Alarm in Lübeck

Mediziner verlassen mit Mundschutz das Gebäude. Foto:Kröger
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Mediziner verlassen mit Mundschutz das Gebäude. Foto:Kröger

Wegen eines Schweinegrippe-Falles sind Kreißsaal und Wochenstation der Uniklinik Schleswig-Holstein Campus Lübeck geschlossen worden.

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19. Juli 2009, 06:17 Uhr

Der Virus wurde zunächst bei einer Schwangeren nachgewiesen. UKSH-Sprecher Oliver Grieve bestätigte gestern Nachmittag, dass sich von Verdachtsfällen bei zwei weiteren Patientinnen einer als positiv herausgestellt hat. Damit gibt es jetzt 54 Schweinegrippe-Fälle in Schleswig-Holstein.
30 Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern sind möglicherweise ebenfalls mit dem Virus in Kontakt gekommen. Sie wurden nach Hause geschickt und stehen für eine Woche unter Quarantäne. Für Neugeborene bestehe laut Klinik keine Gefahr.
Der Chefarzt der Frauenklinik, Prof. Klaus Dietrich erklärte, dass die infizierte Frau auf der Intensivstation der Inneren Abteilung betreut und mit dem Medikament Tamiflu behandelt werde. Es gehe ihr bereits besser, für das ungeborene Kind bestehe keine Gefahr. Laut Dietrich handelt es sich um keine schwerwiegende Form der Schweinegrippe.
Das Lübecker Gesundheitsamt hat die Isolation von Wochenstation und Kreißsaal zunächst für 24 Stunden angeordnet. Die betroffenen Räume werden desinfiziert und sollen heute wieder einsatzbereit sein. Bis der medizinische Betrieb wieder in vollem Umfang aufgenommen werden könne, würden Schwangere ins Lübecker Marienkrankenhaus oder bei Bedarf ins Kieler oder Hamburger Uni-Klinikum umgeleitet, heißt es vom Campus Lübeck. Nicht transportfähige Notfälle sollen weiterhin in der Frauenklinik der Lübecker Uni versorgt werden. Die Personallücke, die der Schweinegrippe-Fall für eine Woche in Lübeck reißt, wird mit Verstärkung aus dem Uni-Klinikum Kiel gestopft.

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