Umfrage des Tages Pendeln zum Arbeitsplatz: Für die Mehrheit eine seelische Belastung

Von Dana Ruhnke | 16.09.2021, 19:00 Uhr

Pendeln bedeutet oft Stau, Leerlauf, Verspätung und damit Stress. Das kann gesundheitliche Folgen haben. Auch viele Menschen in SH haben einen langen Arbeitsweg. Wie geht es Ihnen damit?

Die Corona-Pandemie hat das Arbeitsleben in den meisten Büro-Jobs ordentlich durcheinander gewirbelt. Auf einmal hieß es: Homeoffice statt Büro. In einigen Unternehmen wird sich der Alltag wohl nachhaltig ändern – mit mobilem Arbeiten etwa und flexiblen Arbeitszeiten. Für andere aber ist längst wieder die alte Normalität zurückgekehrt. Und das bedeutet vielfach eben auch alltägliches Pendeln.

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Schleswig-Holstein ist ein Land der Pendler. Vor der Pandemie mussten alleine nach Hamburg rund 170.000 Nordlichter pendeln. Von den damals 67.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis Schleswig-Flensburg pendelten 44,2 Prozent zur Arbeit über die Kreisgrenze. In den Kreisen Plön und Stormarn waren es sogar 62 Prozent.

Dabei bleibt nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts bundesweit das Auto für die Berufspendler die erste Wahl. Zwei Drittel der Erwerbstätigen (68 Prozent) fahren nach eigenen Angaben mit dem Pkw in die Firma oder ins Büro – selbst auf kürzeren Strecken.

Gesundheitliche Folgen möglich

Pendeln, das bedeutete dann eben oft auch Stau, verpasste Anschlüsse, Leerlauf und Verspätung – kurz: Stress. Und Stress macht krank. Das zeigte eine Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2019. Pendeln sei demnach tendenziell mit psychischen, körperlichen und sozialen Gesundheitsbelastungen verknüpft. Schon zur Arbeit erscheinen Pendler mit einer gewissen Grunderregung.

Müssen auch Sie täglich zu Ihrem Arbeitsplatz pendeln? Und wie geht es Ihnen damit? Das wollen wir in der heutigen Umfrage des Tages von Ihnen wissen.

Zwischenstand 17 Uhr: Das tägliche Pendeln zur Arbeitsstelle stellt für die meisten Teilnehmer der Umfrage eine große seelische Belastung dar. 61 Prozent gaben an, dass die Lebensqualität unter dieser beruflichen Situation leide. Für nur 32 Prozent stellt das Pendeln dagegen kein Problem dar. Sieben Prozent konnten dazu keine klare Aussage treffen. Insgesamt wurde bis zu diesem Zeitpunkt 308 Mal abgestimmt.

Die Umfrage ist nicht repräsentativ.