Umfrage des Tages Mehrheit befürwortet in Zukunft legale Geschäfte mit Cannabis in SH

Von shz.de | 03.08.2022, 06:38 Uhr | Update am 03.08.20222 Leserkommentare

Wann und wie ist noch völlig unklar – Aber lizensierte Geschäfte sollen Cannabis zukünftig in Deutschland verkaufen dürfen. Der eine oder andere wittert schon das große Geschäft. Wie finden Sie das?

Die Ampel-Koalition in Berlin plant eine „kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften“ – so steht es im Koalitionsvertrag.

Bevor es soweit ist, dürften noch viele Fragen zu beantworten sein. Wie wird der Verkauf geregelt? Wie sieht es mit dem Jugendschutz aus und in welcher Form und zu welchem Preis soll Cannabis überhaupt erhältlich sein. Welche Kontrollen gibt es und wie wird die Qualität sichergestellt. Nur einige von vielen Aspekten, die noch durchdiskutiert werden müssen.

Im Koalitionsvertrag hat die Regierung die kontrollierte Abgabe in lizenzierten Fachgeschäften festgehalten. Was ein lizenziertes Fachgeschäft ist, wer eine Lizenz bekommen kann und wie viele Lizenzen es letztlich gibt, ist aktuell noch unklar. Für den Herbst hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach ein erstes Eckpunktepapier angekündigt, das hierzu eventuell schon mehr Aufschluss geben könnte.

In dem Geschäft mit Cannabis steckt viel Geld. Der eine oder andere Geschäftsmann oder Ladenbesitzer auch in SH wittert deshalb jetzt schon seine Chance. Und auch dem Staat würde die Legalisierung Milliarden in die Kasse spülen – über Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträgen aus dem Geschäft mit der Droge. Hinzu kommen Einsparungen bei Strafverfolgung und Justiz.

In unserer Umfrage des Tages wollen wir deshalb heute von Ihnen wissen, wie Sie zu dem Thema stehen? Befürworten Sie, dass mit der Droge legale Geschäfte gemacht werden könnten oder halten Sie das für einen Fehler? Stimmen Sie auch ohne Abo ab.

Zwischenergebnis am Mittwoch, 3. August, um 16.29 Uhr: Bisher haben 778 Personen an unserer Umfrage teilgenommen. 61 Prozent gaben an, dabei keinen Unterschied zu Alkohol und Zigaretten zu sehen. Zehn Prozent stimmten ebenfalls für die legalen Geschäfte – und hatten dabei vor allem den finanziellen Effekt für den Staat im Fokus. 29 Prozent hielten die Legalisierung für falsch.

Das Ergebnis ist nicht repräsentativ.

 

2 Kommentare
Kurt Muenster
Wir haben schon die Alkohol und Nikotinsucht, die unserer Gesellschaft großen Kummer bereitet und die Allgemeinheit viel Geld kostet. Da brauchen wir nicht auch noch Rauschgift legalisiert! Wer hilft den Angehörigen?? Und wer kommt für die Kosten auf?? Diejenigen, die Canais unbedingt legalisieren wollen offenbar nicht! Ich halte eine Legalisierung für einen riesengroßen Fehler!! I.M.