Umfrage des Tages Die Impflicht ist gescheitert: Finden Sie das gut oder schlecht?

Von shz.de | 08.04.2022, 06:45 Uhr

In Deutschland wird es keine Corona-Impfpflicht ab einem Alter von 60 Jahren geben. Finden Sie die Entscheidung richtig? Stimmen Sie ab!

Der Entwurf für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland ist im Bundestag gescheitert. Den Vorschlag für eine Pflicht zunächst ab 60 Jahren lehnten am Donnerstag 378 Abgeordnete ab, dafür votierten 296 Abgeordnete und neun enthielten sich.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hofft weiter, dass es doch noch zu einer Impfpflicht kommt. „Um unnötige Opfer im Herbst zu vermeiden, sollte der Versuch nicht aufgegeben werden, bis dahin trotzdem eine Impfpflicht zu erreichen“, erklärte Lauterbach am Donnerstag in Berlin.

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„Man darf nie aufgeben, wenn es um das Leben anderer Menschen geht“, fügte der Minister hinzu. „So denke ich als Arzt, so denke ich als Politiker.“ Das Ergebnis der Abstimmung zur Impfpflicht sei eine Enttäuschung und mache den Kampf gegen die Corona-Pandemie spätestens im Herbst sehr viel schwerer.

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Konkret sahen die Pläne vor, dass für alle ab 60 Jahren eine Pflicht kommen sollte, bis zum 15. Oktober über einen Impf- oder Genesenennachweis zu verfügen. Für 18- bis 59 Jährige, die nicht geimpft sind, sollte zunächst eine Beratungspflicht kommen. Über die Pflichten, Beratungs- und Impfangebote sollten die Krankenkassen bis 15. Mai die Bürger informieren.

Aktueller Stand der Impfkampagne

Aktuell haben mindestens 63,2 Millionen Menschen oder 76 Prozent aller Einwohner den Grundschutz mit der nötigen zweiten Spritze. Die Impf-Kampagne ist aber nahezu zum Erliegen gekommen. Bereits seit Mitte März greift eine Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken und Pflegeheimen.

Was meinen Sie: Ist es richtig, dass die Impfpflicht abgelehnt worden ist? Stimmen Sie – auch ohne Abo – ab.

Zwischenstand 17.20 Uhr: Zu diesem Zeitpunkt haben 502 Leser abgestimmt. Mit 53 Prozent begrüßt die Mehrheit das Scheitern einer Impfpflicht. 46 Prozent halten dies jedoch für die falsche Entscheidung. Nur ein Prozent hatte in dieser Frage keine klare Meinung.

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