zur Navigation springen

Fünf Menschen verletzt : Schaffhausen: Mann mit Kettensäge könnte nach Deutschland geflohen sein

vom
Aus der Onlineredaktion

Im schweizerischen Schaffhausen gab es ein blutiges Attentat. Der Täter ist auf der Flucht und identifiziert.

shz.de von
erstellt am 24.Jul.2017 | 17:00 Uhr

Schaffhausen | Ein Angreifer mit Kettensäge ist im schweizerischen Schaffhausen in das Bürogebäude einer Krankenklasse gestürmt und hat zwei Mitarbeiter mit einer Kettensäge verletzt, einen davon schwer, einen weiteren leicht. Beide seien außer Lebensgefahr, erklärte die Polizei. Drei weitere Menschen wurden anderweitig leicht verletzt. Die Polizei konnte den Mann am Montag zwar zunächst nicht fassen, aber identifizieren. „Es handelt sich nicht um einen Terrorakt“, betonte eine Polizeisprecherin. Die Polizei gehe von einem Einzeltäter aus und nehme an, dass er sich im Großraum Schaffhausen an der Grenze zu Baden-Württemberg aufhalte. Er könnte nach Polizeiangaben auch nach Deutschland geflohen sein.

<p>Die von der Kantonspolizei Schaffhausen (Schweiz) zur Verfügung gestellte Bildkombo zeigt einen tatverdächtigen Mann, der inzwischen eine Glatze trägt.</p>

Die von der Kantonspolizei Schaffhausen (Schweiz) zur Verfügung gestellte Bildkombo zeigt einen tatverdächtigen Mann, der inzwischen eine Glatze trägt.

Foto: dpa

„Wir haben keine Ahnung, wo er sich aufhält“, sagte Landolt. Da sich die Tat nahe der deutschen Grenze abgespielt habe, sei eine Flucht nach Deutschland nicht auszuschließen. Die deutsche Polizei sei in die Fahndung miteingebunden. Der Mann sei gefährlich, warnte die Polizei. Er sei wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vorbestraft. Er habe sich vorwiegend in Wäldern aufgehalten. Er reagiere oft aggressiv, wenn er sich angegriffen fühle.

Die Ermittler wollten sich zu dem Motiv aber nicht äußern. Für den Nachmittag kündigten sie eine Pressekonferenz an (16 Uhr). Die Fahndung lief Stunden nach der Tat noch auf Hochtouren. Die Polizei suchte nach einem mehrfach vorbestraften Mann von etwa 1,90 Metern Größe, „mit Glatze, ungepflegte Erscheinung“, wie die Beamten berichteten. „Vorsicht: der Tatverdächtige ist gefährlich!“ warnten sie. Der Mann sei wahrscheinlich mit einem weißen VW Caddy mit Schweizer Kennzeichen aus Graubünden (GR) unterwegs, einer Großraumlimousine. Der Wagen wurde inzwischen gefunden.

Die Polizei wurde nach Angaben der Sprecherin um 10.39 Uhr alarmiert. Der Mann war in ein Gebäude in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs in der Altstadt eingedrungen. Die Einsatzkräfte rückten mit einem Großaufgebot an. Neben Polizei- und Krankenwagen waren auch Rettungshubschrauber im Einsatz. Die Altstadt von Schaffhausen blieb weiträumig abgesperrt. Für die Anwohner gebe es unmittelbar keine Gefahr, sagte Beer. Dennoch mussten die Menschen in dem abgesperrten Gebiet zunächst in den Büroräumen, Läden und Häusern bleiben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert