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Deutschland & Welt

17. Dezember 2017 | 21:13 Uhr

Lübeck : Salafisten stören muslimischen Gebetsverein

vom

Die Lübecker Polizei ermittelt wegen Hausfriedensbruchs und Bedrohung gegen eine Gruppe von zehn Personen. Sie sollen Bewohner und Gäste eines muslimischen Gebetsvereines bedroht haben.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2013 | 02:52 Uhr

Lübeck | Die Beamten waren am Samstagabend mit mehreren Funkstreifenwagen zu einem Einsatz in die Innenstadt gerufen worden, weil sich die zehnköpfige Gruppe unerlaubt Zutritt zu einem Gebäude verschafft und die anwesenden Bewohner und Gäste bedroht haben soll, teilte die Polizei mit. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren die mutmaßlichen Eindringlinge allerdings bereits wieder verschwunden.
Informationen der "Kieler Nachrichten" zufolge handelt es sich bei dem Gebäude um die Räume des muslimischen Gebetsvereins Al Amanah. Die Eindringlinge seien der salafistischen Szene in Lübeck zuzuordnen, heißt es. Sie seien während des offenen Wochenendgebets in das Haus eingedrungen und hätten die Anwesenden eingeschüchtert. Zuvor sollen die Salafisten die Mitglieder des Al-Amanah- Gebetsvereins bedroht haben sollen, weil diese sich zuvor öffentlich von den Aktionen der Salafisten distanziert haben.

Polizei will sich zu Wochenbeginn äußern


Die Polizei war dem Bericht zufolge am Sonntagabend zur Überprüfung der zehn Eindringlinge zu einer Salafisten-Moschee ausgerückt. Dort seien die Beamten auf eine Gruppe von bis zu 60 Menschen getroffen, die in Richtung Innenstadt unterwegs waren. Die Polizisten hätten die Personalien festgestellt und sich anschließen zurückgezogen.
Die Polizei wollte entsprechende Medienberichte am Sonntag weder dementieren noch bestätigen. Ein Sprecher gab an, die Staatsanwaltschaft Lübeck würde sich zu Wochenbeginn zu den Vorfällen äußern. In der kommenden Woche wollen die Beamten Videoaufzeichnungen auswerten, die ihnen vom Hauseigentümer übergeben wurden.
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