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Konflikte : Russland fordert Syrien zur Vernichtung seiner Chemiewaffen auf

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Russland hat seinen engen Verbündeten Syrien überraschend zur Vernichtung seiner Chemiewaffen aufgefordert. Die UN-Vetomacht rufe die Führung in Damaskus auch zu einem vollwertigen Beitritt zur Chemiewaffenkonvention auf.

Russland hat seinen engen Verbündeten Syrien überraschend zur Vernichtung seiner Chemiewaffen aufgefordert. Das sagte Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Moskau. Wenn dies helfe, einen US-Militärschlag zu verhindern, so werde sich Russland bei dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad dafür einsetzen.

«Wir haben bereits unseren Vorschlag dem syrischen Außenminister Walid al-Muallim übergeben und setzen auf eine schnelle, wie ich hoffe, positive Antwort», sagte Lawrow bei einer im Staatsfernsehen übertragenen eilig angesetzten Stellungnahme. Sein syrischer Kollege hatte am Montag Moskau besucht.

 «Wir fordern die syrische Führung auf, die Chemiewaffen nicht nur unter internationale Kontrolle zu stellen, sondern auch später zu vernichten», sagte Lawrow. Außerdem solle sich Syrien der Organisation über das Verbot dieser Waffen anschließen.

Zuvor hatte US-Außenminister John Kerry gesagt, Assad könnte einen Einsatz noch verhindern, wenn er binnen einer Woche seine chemischen Waffen der internationalen Gemeinschaft aushändigen würde. «Aber er ist nicht im Begriff, das zu tun, und es ist offensichtlich auch nicht möglich», hatte Kerry bei einer Pressekonferenz mit seinem britischen Amtskollegen William Hague in London hinzugefügt.

US-Präsident Barack Obama hatte am Freitag nach einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin am Rande des G20-Gipfels in St. Petersburg ebenfalls bei seiner Pressekonferenz eine solche Lösung angedeutet, damit Syrien einem drohenden Militärschlag entgeht. Es gehe in erster Linie darum, das Problem der Chemiewaffen aus der Welt zu schaffen, hatte Obama betont.

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erstellt am 09.Sep.2013 | 16:39 Uhr

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