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Cyber-Spionage : Russische Hacker lasen jahrelang Emails des dänischen Militärs

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Hackergruppe APT28, die auch US-Demokraten ausspionierte, soll bei den dänischen Streitkräften geschnüffelt haben.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2017 | 10:35 Uhr

Kopenhagen | Russland hat das dänische Militär gehackt und sich 2015 und 2016 Zugang zu E-Mails von Mitarbeitern verschafft. Das verkündete der dänische Verteidigungsminister Claus Hjort Frederiksen von der Partei Venstre gegenüber der Zeitung „Berlingske“. Zwei Jahre lang konnten russische Hacker die Emails von dänischen Militärmitarbeitern mitlesen.

Dänemark ist als Gründungsmitglied der Nato an vielen Krisenherden der Welt militärisch vertreten, so auch im Irak, in Afghanistan und in Syrien.

„Es war sehr kontrolliert, was dort vor sich ging. Dies war nicht nur eine kleine Hackergruppe, die das als Freizeitbeschäftigung betreibt“, so der Minister zu der Zeitung. Es gebe klare Anzeichen, dass es sich bei den Angriffen um Geheimdienstaktivitäten gehandelt habe oder um Elemente, die russisch gesteuert gewesen seien.

Die Angriffe wurden in einem neuen Bericht des Zentrums für Cybersicherheit beschrieben, das dem Nachrichtendienst des Militärs untersteht. In dem Bericht heißt es, dass die Hacker sich Zugriff zu nicht geheimen Informationen verschafft hätten. Die Angriffe konnte allerdings trotzdem der dänischen Sicherheit schaden.

Hinter dem Angriff soll die Hackergruppe APT28 stecken, auch bekannt als „Fancy Bear“. Das wären die selben Leute, die sich im vergangenen Jahr unerlaubt Zugang zu den Emails der Demokraten in Amerika verschafft haben sollen.

Die Angreifer haben laut Bericht einer Reihe von ausgewählten Mitarbeitern des dänischen Militärs E-Mails geschickt, die ein identisches Aussehen hatten, wie die intern verschickten Nachrichten. In den Mails wurden die Personen benachrichtigt, dass sie aus Sicherheitsgründen ihre Passwort ändern müssten. Diese neuen Passwörter wurden anschließend von den Hackern abgefangen und verschafften ihnen Zugriff zu den E-Mail-Konten der Militärmitarbeiter.

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