Guido Westerwelle : Rücktritt "unter keinen Umständen"

Guido Westerwelle will Parteivorsitzender der FDP und Außenminister bleiben - egal, wie die Landtagswahlen ausgehen. Foto: dapd
Guido Westerwelle will Parteivorsitzender der FDP und Außenminister bleiben - egal, wie die Landtagswahlen ausgehen. Foto: dapd

"Es war eine Abstimmung über die Zukunft der Atomkraft. Wir haben verstanden", sagt Guido Westerwelle und kündigt ein Umdenken an. Gehen will er aber "unter keinen Umständen".

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28. März 2011, 12:16 Uhr

FDP-Chef Guido Westerwelle stellt eine neue Position der FDP bei der Atompolitik in Aussicht. "Es war eine Abstimmung über die Zukunft der Atomkraft. Wir haben verstanden", kommentierte Westerwelle am Sonntag in Berlin den Ausgang der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Es sei daher ein Ergebnis, das nicht nur in den Ländern, sondern auch in Berlin genau besprochen werden müsse.
Westerwelle sagte weiter, er sei vom Ausgang der Wahlen "sehr enttäuscht". "Das ist ein schwerer Abend für uns Liberale", fügte er hinzu.
Rücktritt "unter keinen Umständen"
Unabhängig vom Ausgang der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz war kurz vor dem Schließen der Wahllokale aus Parteikreisen zu vernehmen, dass Guido Westerwelle als FDP-Chef und Außenminister im Amt bleiben wird. Der 49-Jährige werde "unter keinen Umständen" zurücktreten, hieß es in Berlin.
Laut Hochrechnungen für die Landtagswahl in Baden-Württemberg umkreist die FDP die Fünf-Prozent-Hürde. In Rheinland-Pfalz erreicht sie nicht einmal mehr dieses Ergebnis.
An Verteilung der Spitzenämter soll festgehalten werden
Nach den Angaben aus FDP-Kreisen soll es auch bei dem Fahrplan bleiben, dass über die künftige Verteilung der Spitzenämter in der FDP am 11. April im Kreis der Präsidiumsmitglieder und der FDP-Landesvorsitzenden entschieden wird. Diesen Zeitplan hatte Westerwelle zum Jahreswechsel festgelegt, als auch aus der eigenen Partei seine Position massiv infrage gestellt worden war.
Vor den Landtagswahlen war spekuliert worden, dass Westerwelle bei einem schlechten Abschneiden der FDP eines der beiden oder auch beide Spitzenämter niederlegen würde. Westerwelle ist seit 2001 FDP-Chef. Das Außenministerium führt er seit Oktober 2009.
(dpa, shz)

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