The Voice of Germany : Rea Garvey und Michael Schulte rocken Flensburg

Der irische Star Rea Garvey und Michael Schulte aus Dollerup harmonieren - nicht nur musikalisch.  Foto: Staudt
Der irische Star Rea Garvey und Michael Schulte aus Dollerup harmonieren - nicht nur musikalisch. Foto: Staudt

Vor knapp drei Wochen war Michael Schulte noch im Fernsehen. Jetzt startete er zusammen mit seinem Mentor Rea Garvey eine Tour. Station zum Auftakt war Flensburg.

shz.de von
01. März 2012, 10:51 Uhr

Flensburg | Beide bringen Glanz in den schlichten Backstage-Raum des Deutschen Hauses, kurz vor der Show. Am Mittwochabend hat der irische Rocker Rea Garvey den ersten Ton seiner "Cant stand the silence"-Tour in Flensburg anschlagen. Und Michael Schulte, 21-jähriges Nachwuchstalent aus Dollerup, war dabei. Auch auf der Bühne.
Ausgerechnet Flensburg hat Rea Garvey auserkoren für den Auftakt seiner Tour. "Witzig, wie die Reise hier angefangen hat", sinniert er und erinnert sich, wie er auf Michael Schultes Musikvideos im Internet aufmerksam wurde und ihn zum gemeinsamen Konzert auf der Kieler Woche im vorigen Sommer einlud. Seit dem jüngsten gemeinsamen Auftritt des Iren und des Deutschen, des Mentors und seines Schützlings sind keine drei Wochen vergangen. Beim Finale der populären und preisgekrönten Show "The Voice of Germany" in Berlin ersang Michael Schulte mit seinem Coach Garvey den dritten Platz. "The Voice" dominiert seine Gedanken nicht mehr. Jetzt konzentriert er sich auf die Tour mit Rea, schaut, dass er etwas lernt von den Musikern, erklärt Schulte.
"Michael hat viel zu lernen, ich habe viel zu bieten"
Sein Mentor formuliert als zugrunde liegenden Wunsch für seinen Schützling, "dass er das Publikum erlebt, wie die wirklich sind". Gewissermaßen von Grund auf, ohne Schnörkel wie bei einer Fernseh-Show. Gänzlich uneitel, eher wie ein väterlicher Freund, der auch einstecken könnte, wenn er müsste, sagt Garvey: "Michael hat viel zu lernen, ich habe viel zu bieten." Im selben Atemzug lobt der Rocker die inspirierende Frische des jungen Kompagnons beim Songschreiben.
Die Chemie zwischen beiden stimmt. Einträchtig sitzen sie backstage auf einem durchgesessenen, karierten Sofa, ergänzen und foppen einander. Harmonie verbindet auch ihre Stimmen. Dennoch kündigt Michael Schulte an, nur für zwei Songs - seinen eigenen "Carry me home" und "Feeling good" in der Version von "Muse" - auf die "Bühne zu springen".
"Wahnsinnig stolz auf diese Tour"
Gitarren, deren Sound der Rock-Star liebt, Synthie-Klänge, guter Bass, natürlich Beats vom Schlagzeug von "grandiosen Musikern", verspricht Garvey und auch einen Song seiner früheren Band "Reamonn". Er sei so "wahnsinnig stolz auf diese Tour" und dass so viele Leute seine erste Solo-Platte hören wollen. "Ich hab Bock drauf", gibt sich Rea Garvey euphorisch.
Ob sich Michael Schultes Anteil an der Show im Laufe der Tour steigern wird, hänge ganz von ihm ab, sagt Garvey, ganz der Mentor. Und Michael schlägt zurück: "Ich will ihm nicht die Show stehlen." Das schreckt Rea Garvey nicht - schließlich hegt er die Hoffnung, dass seine Entdeckung eines Tages "selber auf Tour geht". Michael Schulte lädt spontan seinen Mentor ein. Und der fackelt nicht lange: "Ich bin auf jeden Fall dabei."

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