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Shitstorm gegen Waschmittel-Werbung : PR-Panne: Ariel wirbt mit Hitler-Gruß 88

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Procter&Gamble Deutschland entschuldigt sich bereits bei Twitter für die misslungene Waschpulver-Aktion zur WM. Der Hitlervergleich sorgt im Internet aber bereits für heftige Reaktionen. Über das Deutschland-Trikot mit der Nummer 88 auf der Waschmittelpackung gibt es Wut, Spott und Häme.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2014 | 08:42 Uhr

Schwalbach | „Komm, wir machen eine tolle Aktion passend zur Fußball-WM und gestalten unsere Ariel-Packungen um.“ Das dachte sich wohl die Marketing-Abteilung bei Procter & Gamble. Kurzerhand entstand auf der Großpackung des Waschpulvers ein Deutschland-Trikot. Und weil man seinen Kunden ja noch einen Bonus geben möchte, gibt es 83+5 Wäschen gratis. Auf dem auf der Packung aufgedruckten Trikot prangt jetzt groß eine „88“. Die Zahl acht steht für den achten Buchstaben im Alphabet – das „H“. Die Nummer 88 ist ein unter Neo-Nazis ein beliebter Code und steht für „Heil Hitler“. Der Hitler-Gruß selbst ist in Deutschland verboten.

Dass nun eine große Firma diesen ausgerechnet auf einem Deutschland-Trikot abdruckt, ist für viele im Internet ein Skandal. Entdeckt hat die Packung Twitter-Nutzer @koerperkirmes. Passend dazu hält er fest: „bisschen ungünstig von P&G – 'Für ein reines Deutschland' fällt als claim wohl auch aus“.

Die Werbe-Aktion ist für viele Internetnutzer ein Skandal. Im Netz gibt es bereits Spott, Häme und Wut über die unbedachte Werbe-Aktion.

Von einer „Neuen Konzentration“ des Waschmittels Ariel ist auf der Verpackung die Rede. Eine Mischung, die man zunächst für einen „Fake“ halten muss. Die Aktion von P&G kann doch nicht ernst gemeint sein? Bereits mehrere Twitter-User bestätigten den Fund von @koerperkirmes.

In Bezug auf den heutigen Jahrestag des Sieges der Alliierten über Nazi-Deutschland kann die Geschichte für P&G zu einer PR-Katastrophe werden.

Procter & Gamble Deutschland reagierte bereits und entschuldigte sich für die ungewollte Doppeldeutigkeit. In mehreren Tweets antworten sie Twitter-Nutzern. Die Auslieferung sei gestoppt worden und man lehne rechtes Gedankengut klar ab.

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