Wahlbörse : Politischer Wechsel wahrscheinlich

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Die SPD führt deutlich bei der sh:z-Wahlbörse zur Hamburger Bürgerschaft. Mit entsprechender Wahlbeteiligung könnte sie es sogar schaffen, alleine zu regieren.

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20. Februar 2011, 03:38 Uhr

Die Prognosewerte an der Wahlbörse für die Bürgerschaftswahl in Hamburg haben sich in der Woche vor der Entscheidung nur wenig geändert. Auch die letzten Fernsehdiskussionen der Kontrahenten haben kaum Auswirkungen gehabt.
Allerdings könnte das komplizierte Hamburger Wahlsystem, bei dem es unter anderem fünf beliebig verteilbare Partei-Zweitstimmen gibt, noch kleinere Überraschungen bringen. Man hat wenig Erfahrung, ob davon eher die großen oder die kleinen Parteien profitieren, weil die Wähler zun Beispiel alle fünf Stimmen auf eine Partei konzentrieren können (kumulieren) oder die Stimmen verteilen können (panaschieren). Daher wird auch die Auszählung der Stimmen länger dauern als sonst üblich.
FDP bis zum Schluss in Zitterpartie
In Hamburg wird es mit großer Sicherheit einen Wechsel geben. Erster Bürgermeister wird wohl Olaf Scholz werden, dessen SPD deutlich mit 43,6 Prozent vor der CDU mit 23,5 Prozent liegt. Auf den Plätzen folgen die Grünen mit 14,8 Prozent und klar dahinter die Linke mit 6,2 Prozent sowie die FDP mit 5,0 Prozent. Die Linke wird es trotz leichter Verluste in den letzten Tagen wahrscheinlich wieder schaffen. Bei der FDP gibt es bis zum Schluss eine Zitterpartie um die 5-Prozent-Marke.
Davon und auch von dem speziellen Hamburger Wahlsystem und der Wahlbeteiligung hängt es ab, ob die SPD vielleicht sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichen könnte. Jetzt schauen viele gespannt auf den Start des Superwahljahres nach Hamburg.
(shz)

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