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„Nicht Glaubwürdig“ : #Zschäpe: So reagiert Twitter auf die Aussage im NSU-Prozess

vom
Aus der Onlineredaktion

Beate Zschäpes Aussage sorgt für heftige Kritik. Viele nehmen es mit Humor, andere finden deutliche Worte.

München | Es ist die Nachricht des Tages: Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe bestreitet eine Beteiligung an den Morden und Sprengstoffanschlägen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU). Zudem will sie nicht mal Mitglied des NSU gewesen sein. Zschäpe brach am Mittwoch ihr mehr als zweieinhalbjähriges Schweigen im Münchner NSU-Prozess und ließ ihren Anwalt Mathias Grasel eine 53-seitige Aussage verlesen. Darin beteuerte sie, sie habe von den Morden ihrer Freunde Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt immer erst im Nachhinein erfahren und sei entsetzt gewesen. Sie habe Mundlos und Böhnhardt dennoch nicht verraten. „Die beiden waren meine Familie.“ Zschäpe bat die NSU-Opfer und deren Angehörigen um Entschuldigung.

Auf Twitter sorgt die Aussage für teils heftige Reaktionen. Viele zweifeln an der Glaubwürdigkeit Zschäpes.

Einige Twitterer kritisieren, dass sich Zschäpe als unschuldiges Mädchen inszeniert. Darunter ist auch Sarah Tacke, justizpolitische Korrespondentin des ZDF.

Viele finden auch deutliche Worte. So zum Beispiel Matthias Höhn, Bundesgeschäftsführer der Linken:

Oder auch Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen.

Der Bundesvorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, fordert Zschäpe auf, endlich selbst zu reden.

Comedian Oliver Pocher bringt auf Twitter einen Vergleich mit dem DFB-Skandal um die WM 2006:

Und auch andere können die Aussage offenbar nur mit Humor verarbeiten:

Die Satire-Magazine „extra3“ und die „heute Show“ sowieso:

Sänger Thees Uhlmann findet Humor beim Thema „Zschäpe“ nicht angebracht:

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erstellt am 09.Dez.2015 | 12:53 Uhr

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