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Wurstskandal in Dänemark: 12 Tote und 15 Erkrankte

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fleisch mit Listerien-Befall festgestellt / Unternehmen geschlossen / Verbreitung der Wurstprodukte unklar

Lebensmittel-Skandal in Dänemark. Zwölf Menschen starben binnen 30 Tagen, 15 erkrankten. Alle hatten die gleiche Wurst, sogenannte „Lammerullepølser“, gegessen. Sie und andere Wurstsorten waren mit Listerien-Bakterien verseucht. Die zwölf Toten waren schon im Vorfeld von anderen schweren Erkrankungen betroffen und geschwächt – dass die Infektion mit Listerien die eigentliche Todesursache ist, ist noch nicht sicher.

Hergestellt wurde die Wurstsorte von einem kleinen Hersteller, der Firma Jørn A. Rullepølser A/S in Hedehusene nahe Roskilde. Das ist, so die Zeitung „Nordschleswiger“, das Ergebnis einer Untersuchung der Lebensmittelbehörde in Zusammenarbeit mit dem Staatsinstitut für Serumforschung.

„Das Unternehmen wurde geschlossen, alle seine Produkte werden gerade zurückgezogen“, teilte ein Sprecher des dänischen Lebensmittelministeriums mit. Die Firmenleitung bedauere den Vorfall sehr und tue alles, um zur Aufklärung beizutragen, so Eigentümer und Direktor Palle Andersen. Man versucht jetzt herauszufinden, in welchen Lebensmitteln die Bakterien, die unter anderem Durchfall auslösen können, noch zu finden sind. Ob weitere Firmen betroffen sind und ob Produkte auch außerhalb Dänemarks verkauft wurden, ist bisher noch nicht klar. Allerdings hat „Jørn A. Rullepølser A/S“ auch andere Betriebe beliefert, bei denen die Wurstwaren weiterverarbeitet wurden. Die dänischen Behörden haben eine Liste mit den betroffenen Wurstwaren veröffentlicht. Unter anderem sind Frankfurter, Partyschinken, Lammkeule und Käse-Bacon-Wurst verseucht.
























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erstellt am 12.Aug.2014 | 18:22 Uhr

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