Wulff-Prozess: Staatsanwalt fährt neue Zeugen auf

„Sein Handschlag ist fest und sicher.“ Das sagt der Justizbeamte Günter Burmeister (r.) über den Händedruck mit Ex-Bundespräsident Christian Wulff.  Einen so freundlichen Angeklagten  habe er  in seiner 40-jährigen Laufbahn selten erlebt. „Herr Wulff ist in dieser Beziehung sehr aufmerksam, der macht keinen Unterschied zwischen Wachtmeister oder sonst was“, so Burmeister. Der 64-Jährige sorgt im Korruptionsverfahren gegen das ehemalige Staatsoberhaupt seit Mitte November für Ruhe und Ordnung. Wulff begrüßt Burmeister an jedem Prozesstag persönlich.
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„Sein Handschlag ist fest und sicher.“ Das sagt der Justizbeamte Günter Burmeister (r.) über den Händedruck mit Ex-Bundespräsident Christian Wulff. Einen so freundlichen Angeklagten habe er in seiner 40-jährigen Laufbahn selten erlebt. „Herr Wulff ist in dieser Beziehung sehr aufmerksam, der macht keinen Unterschied zwischen Wachtmeister oder sonst was“, so Burmeister. Der 64-Jährige sorgt im Korruptionsverfahren gegen das ehemalige Staatsoberhaupt seit Mitte November für Ruhe und Ordnung. Wulff begrüßt Burmeister an jedem Prozesstag persönlich.

shz.de von
10. Januar 2014, 00:34 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Hannover will sich im Korruptionsprozess gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff noch nicht geschlagen geben. Sie will sieben weitere Zeugen hören. Unter ihnen ist auch Wulffs Ex-Sprecher Olaf Glaeseker. Der im Dezember 2011 von Wulff entlassene Sprecher könne wichtige Informationen zum Verhältnis zwischen Wulff und dem mitangeklagten Filmfinancier David Groenewold liefern, sagte Oberstaatsanwalt Clemens Eimterbäumer gestern im Landgericht Hannover. Glaeseker war bisher nicht als Zeuge geladen. Gegen ihn läuft ebenfalls ein Prozess in Hannover, allerdings wegen anderer Vorwürfe.

Das Gericht folgte dem Antrag der Anklage: Glaeseker soll am 16. Januar aussagen. „Wir sehen Punkte, dass wir nicht umhin kommen, Glaeseker zu vernehmen“, sagte Richter Frank Rosenow. Glaeseker war bislang nicht als Zeuge gehört worden, weil er sich auf ein Aussageverweigerungsrecht berufen konnte, das aber nach Angaben der Staatsanwaltschaft seit Jahresanfang nicht mehr gilt. Wulff ist wegen Vorteilsannahme angeklagt.

Am 10. Februar ist Wulff übrigens als Zeuge im Prozess gegen Glaeseker geladen.

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