Wo Albig, Kubicki, Günther und Co. Urlaub machen

Ministerpäsident Torsten Albig sieht die Regierung trotz allem auf einem guten Weg.
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Ministerpäsident Torsten Albig sieht die Regierung trotz allem auf einem guten Weg.

shz.de von
18. Juli 2015, 09:32 Uhr

Endlich Ferien: Nicht nur für die mehr als 380 000 Schüler in Schleswig-Holstein begann gestern die „schönste Jahreszeit“, auch für viele Landespolitiker ist jetzt erst einmal Erholung angesagt. Pünktlich um 13.45 Uhr wurde die letzte Landtagssitzung vor der Sommerpause beendet, einige Minister und Abgeordnete starteten noch am selben Tag in den Urlaub.

Für Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) gibt es keinen schöneren Platz zum Urlaub machen, als vor der eigenen Haustür. „Wo ist es vor allem im Sommer schöner als in Schleswig-Holstein“, so Albig, der mal an Nord- und mal an Ostsee entspannen will. Bis es so weit ist, muss er sich allerdings noch ein wenig gedulden. In zwei Wochen geht es für den Ministerpräsidenten in die Ferien.

So lange muss CDU-Fraktionschef Daniel Günther nicht mehr warten. Der Oppositionsführer im Landtag bricht noch an diesem Wochenende zum Bergwandern nach Österreich auf. „Als Eckernförder genieße ich jeden Tag den Blick auf das Meer und die Seeluft. Im Urlaub freue ich mich deshalb über das Kontrastprogramm des Bergpanoramas“, sagte Günther. Er könne in dieser abwechslungsreichen Umgebung einfach am besten entspannen.

Wandern steht auch auf dem Urlaubsplan von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) – allerdings nicht in Österreich sondern in Südeuropa. Neben Wandern und Radfahren hofft die Ehefrau von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz auch Zeit zum Lesen zu finden. Mit im Reisegepäck befinden sich deshalb unter anderem die Bücher „Pfaueninsel“ von Thomas Hettche und von Kent Nagano „Erwarten Sie Wunder“. „Im Urlaub genieße ich es, auch mal offline zu sein und mich durch den Tag treiben zu lassen“, verriet die Ministerin. Ab und zu lese sie aber doch ihre Mails, „und die Nachrichten verfolge ich auf jeden Fall.“

Anke Spoorendonk, verantwortliche Ministerin für Justiz-, Kultur und Europa, bleibt auch im Urlaub im echten Norden. Natürlich plant die SSW-Politikerin auch kleine Ausflüge nach Dänemark, etwa nach Aarhus. „Ich werde aber auch viel Zeit Zuhause mit Familie und Freunden verbringen, denen ich auch Sehenswürdigkeiten in Schleswig-Holstein und die tolle Ausstellung auf Gottorf zeigen werde.“

Ins Nachbarland Niederlande zieht es Monika Heinold (Grüne). Die Finanzministerin erholt sich zusammen mit Freunden landestypisch auf einem Hausboot und will auf dem Fahrrad die Natur erkunden. „Ich freue mich darauf, die Seele baumeln zu lassen.“

Reif für die Insel sind FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer – für welche wollten sie aber nicht verraten. „Ich werde in diesem Jahr zwei Wochen auf einer Insel im Mittelmeer Urlaub machen“, sagte Kubicki.

Auch Meyer (SPD) wollte sich in Sachen Ferienort nicht zu sehr in die Karten gucken lassen. Sein Programm: „Einfach mal zwei Wochen Urlaub von der schleswig-holsteinischen Landespolitik machen – abschalten und faulenzen“, so der Minister, der dafür eine einsame Insel außerhalb Europas ausgewählt hat.

Fensterstreichen und Gartenarbeit stehen auf dem Programm von Grünen-Landeschefin Ruth Kastner – und zwar im Land der Elche. „Wir fahren mit der Familie nach Schweden in unser 300 Jahre altes Bauernhaus“, so Kastner, die sich vor allem auf den Besuch alter Freunde freut. „In Schweden ist dann Flusskrebszeit, wir werden wunderbar essen und die Seele baumeln lassen – Bullerbü mit Freunden.“ Ihre Parteikollegin Eka von Kalben zieht es in den warmen Süden. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen fährt mit Familie auf eine winzige Insel vor Sizilien. „Ich liebe es, im Wasser zu schnorcheln und in der Hängematte zu entspannen.“ Laut Reiseführer müsse man auf der Insel nur eine Entscheidung fällen: „In welcher der zwei Bars trinke ich meinen Kaffee.“




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