Pannenflughafen : Wieder schlechte Nachrichten vom Hauptstadtflughafen BER

Ein Schild mit der Aufschrift 'Baustelle BER' steht an einer Zufahrt zum Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg.

Ein Schild mit der Aufschrift "Baustelle BER" steht an einer Zufahrt zum Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg.

Vom Hauptstadtflughafen BER gibt es erneut schlechte Nachrichten. Kann der Eröffnungstermin 2020 eingehalten werden?

shz.de von
20. Mai 2018, 13:06 Uhr

Berlin | An dem von Pannen und Terminverschiebungen geplagten neuen Hauptstadtflughafen BER gibt es neue Probleme bei der Kabel-Sanierung. Der Bericht einer Projektsteuerungsfirma stelle fest, dass sie elf Monate hinter dem Zeitplan liege, schreibt die „Bild am Sonntag". Weitere Verzögerungen hätten eine „Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 Prozent". Der interne Statusbericht vom 16. April dieses Jahres führe 863 „wesentliche Mängel" für das Hauptterminal auf, das Abarbeiten dauere zu lange.

466 Seiten starker Bericht

Bereits im Februar habe der Tüv Rheinland der Flughafengesellschaft mitgeteilt, dass die Betriebssicherheit und Wirksamkeit für die bemängelten Anlagen nicht abschließend bescheinigt werden könne, heißt es in der Zeitung. Zuvor habe das Unternehmen nach mehrmonatiger Prüfung einen 466 Seiten starken Bericht zur Sicherheitsstromversorgung und Sicherheitsbeleuchtung vorgelegt.

"Am Eröffnungstermin ändert sich nichts"

Flughafen-Sprecher Hannes Stefan Hönemann bestätigte der dpa am Sonntag die Existenz der Dokumente, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass der Bericht der Projektsteuerungsfirma den Stand von Mitte April, also von vor fünf Wochen, widerspiegele. Seitdem seien Gegenmaßnahmen ergriffen und erfolgreich umgesetzt worden. Mängel wurden demnach beseitigt oder würden aktuell beseitigt. So seien etwa die Teams der zuständigen Baufirma verstärkt worden. Am geplanten Eröffnungstermin des BER im Oktober 2020 änderten die jüngsten Probleme nichts, betonte Hönemann. 

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