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Wie Bismarck und die Sesamstraße klingen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Wie hörte sich Reichskanzler Bismarck an? Was hat der Kabarettist Wolfgang Neuß mit Flensburg zu tun? Wie klang die inoffizielle Hymne der Trizone? Und was verbindet die Sesamstraße mit Guantanamo? Diese und viele weitere Fragen beantwortet das neue Buch „Der Sound des Jahrhunderts“ der Bundeszentrale für politische Bildung, das der Flensburger Historiker Prof. Gerhard Paul herausgegeben hat. Er wird am Mittwoch, 22. Januar, ab 19 Uhr das Buch und viele Originaltöne aus 100 Jahren deutscher Geschichte vorstellen und erläutern. Treffpunkt ist das Verlagsgebäude des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages sh:z in der Fördestraße 20 in Flensburg. Der Eintritt ist frei. Moderiert wird der Abend von sh:z-Chefredakteur Helge Matthiesen.

Paul und seine Mitstreiter haben Geräusche, Töne und Stimmen von 1889 – der ersten erhaltenen Tonaufnahme Bismarcks – bis zum Ende des 20. Jahrhunderts zusammengetragen. Mit dabei sind nicht nur Reden und Ansprachen, sondern auch Jingletöne, Pausenmelodien, atmosphärische Aufnahmen aus Großstädten, Musik oder Rundfunkreportagen. „Klänge können Erinnerungsorte sein und Identität stiften, und manche Geräusche sind lebenslang im Unterbewussten gespeichert“, heißt es in einem Begleittext zum Buch. Die Buchvorstellung bietet daher ein Wiederhören mit vielen bekannten Tönen. Mit dem Buch ist eine Geschichte der Verbreitung von Geräuschen entstanden. Tonaufzeichnungen und Verbreitung änderten sich durch neue Techniken wie Lautsprecher, Radio oder Fernsehen. Sie eröffneten der Politik oder der Unterhaltung neue Möglichkeiten.

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