Werbepsychologie

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27. März 2014, 13:19 Uhr

Gute Werbeleute müssen auch gute Psychologen sein. Schließlich sollen sie ja potenzielle Kunden davon überzeugen, welches Automodell und welche Kaffeesorte der Konkurrenz haushoch überlegen ist. Oft genug jedoch fragt sich der Umworbene, wohin ihn der Werbende führen will. Es reicht nicht mehr, dass ein Model für Unterhosen oder Aftershave mit Waschbrett-Muskulatur und James-Bond-Blick auftritt, neuerdings muss es auch wieder ein Drei-Tage-Bart sein.

Welche Botschaft soll der struppige Macho übermitteln? Vermutlich eine positive, aber gerade die mag sich nicht einstellen. Ganz im Gegenteil. Da präsentiert sich offensichtlich ein Warmduscher, der unentschlossen ist, ob er nun einen Bart haben will oder nicht. Oder er empfindet den Duft des empfohlenen Rasierwassers als so unerträglich, dass er ihn nur jeden dritten Tag ertragen mag. Oder er kommt morgens einfach nicht aus den Federn, hat für’s Rasieren keine Zeit. Bei Fußballprofis ist Aberglaube mit im Spiel: Wer rasiert, der verliert. Sympathisch wirkt die Entschuldigung: Ich kann mich einfach nicht jeden Morgen im Spiegel sehen.

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