NRW schickt die meisten : Wer stimmt auf dem SPD-Parteitag ab?

SPD-Delegierte treffen Sachentscheidungen, indem sie ihre Stimmkarten hoch halten. /Archiv
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SPD-Delegierte treffen Sachentscheidungen, indem sie ihre Stimmkarten hoch halten. /Archiv

Freunde und Gegner der großen Koalition kämpfen um die Stimmen der SPD-Delegierten, die am Sonntag in Bonn abstimmen: Darf Parteichef Martin Schulz in Koalitionsverhandlungen mit der Union einsteigen oder nicht?

shz.de von
15. Januar 2018, 14:16 Uhr

600 Delegierte und der 45-köpfige SPD-Vorstand dürfen entscheiden. Allerdings sind es nicht automatisch 645 Stimmberechtigte, zum Beispiel weil Vorstandsmitglieder zugleich auch Delegierte sein können.

An Beschlüsse von Landesparteitagen oder -vorständen sind sie nicht gebunden. Ob sie sich für oder gegen die GroKo-Verhandlung aussprechen, ist öffentlich. Bei der SPD werden nur Personen geheim gewählt; Sachentscheidungen wie diese treffen die Delegierten, indem sie ihre Stimmkarten hoch halten.

Wie viele Delegierte zu den Jusos gehören, die lautstark gegen die GroKo Stimmung machen, ist nicht ganz klar - es dürften Schätzungen zufolge 60 bis 90 sein. Nicht jeder unter 35 Jahren ist automatisch Juso. Zudem entscheidet sich oft auch erst unmittelbar vor dem Parteitag, wer als Delegierter hinfährt, zum Beispiel, wenn jemand krank wird. Dann gibt es Nachrücker.

Nicht alle Landesverbände haben den gleichen Einfluss. Die mit Abstand meisten schickt der Landesverband Nordrhein-Westfalen.

Eine Übersicht in absteigender Reihenfolge:

Insgesamt: 600 Delegierte

Nordrhein-Westfalen: 144

Niedersachsen: 81

Bayern: 78

Hessen: 72

Rheinland-Pfalz: 49

Baden-Württemberg: 47

Saarland: 24

Schleswig-Holstein: 24

Berlin: 23

Hamburg: 15

Brandenburg: 10

Bremen: 8

Sachsen-Anhalt: 6

Thüringen: 7

Sachsen: 7

Mecklenburg-Vorpommern: 5

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