zur Navigation springen

Weltklimabericht: Forscher fordern Politik zum Handeln auf

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Weltklimarat (IPCC) hat mit seinem jüngsten Bericht zum schnellen Handeln im Kampf gegen den Klimawandel gemahnt. Zugleich machte er Mut, dass die Erderwärmung mit weiteren Anstrengungen noch zu stoppen ist. „Wir wissen, dass wir die Emissionen drastisch reduzieren müssen“, sagte IPCC-Chef Rajendra Pachauri bei der Vorstellung des Synthese-Berichts gestern in Kopenhagen.

„Wenn wir weitermachen wie bisher, werden uns die Möglichkeiten, den Temperaturanstieg zu begrenzen, in den nächsten Jahrzehnten entgleiten“, mahnte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Es sei ein unbelegter „Mythos“, dass der Kampf gegen den Klimawandel teuer sei. „Es gibt noch ein Zeitfenster von zwei bis drei Jahrzehnten, in dem der Klimawandel zu akzeptablen Kosten gebremst werden kann“, erläuterte der IPCC-Autor Professor Ottmar Edenhofer. „Beginnt man erst in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts, kann man nur noch wenig tun.“ Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) nannte den Report „alarmierend und ermutigend zugleich“. Nach dem Bericht sind sich die Forscher sehr sicher, dass der Mensch der dominierende Faktor für den Temperaturanstieg seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist. Diese Erkenntnis in solcher Klarheit sei neu, hieß es. Die Folgen des Klimawandels sind heute laut Report in allen Teilen der Welt schon spürbar. Eine Begrenzung des Temperaturanstiegs auf unter zwei Grad ist nach IPCC-Auskunft möglich, wenn der Ausstoß an Treibhausgasen weltweit bis 2050 um 40 bis 70 Prozent geringer sein wird 2010.

zur Startseite

von
erstellt am 02.Nov.2014 | 16:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert