Bundesverwaltungsgericht : Weiterbau A20: Umweltschützer bringen Argumente vor

Eine Entscheidung im Prozess vor dem Bundesverwaltungsgericht ist noch gefallen.

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07. November 2018, 17:43 Uhr

Leipzig | Umweltverbände haben am Mittwoch vor dem Bundesverwaltungsgericht ihre Argumente gegen den geplanten Abschnitt der Autobahn 20 westlich der A7 vorgetragen. Das Gericht habe sehr intensiv nachgefragt, etwa zur Anbindung an den östlich vorgelagerten Abschnitt drei, sagte ein Sprecher des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) am Rande der mündlichen Verhandlung. Der Verband klagt gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wegen Verstößen gegen das Wasserrecht und den Artenschutz.

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Außerdem wehrt sich eine Privatperson gegen eine im Zuge des Straßenbaus mögliche Enteignung einer Koppel. Seine Entscheidung über die beiden Klagen wird das Bundesverwaltungsgericht an einem gesonderten Termin verkünden.

Schleswig-Holsteins Verkehrsstaatssekretär Thilo Rohlfs (FDP) sagte, die Richter hätten sehr intensiv nachgefragt, insbesondere zum Bauablauf und dem Folgeabschnitt in Richtung Osten. „Ich habe das Gefühl, dass wir die Fragen gut beantworten konnten.“ Die Planungen für das 19,9 Kilometer lange Teilstück von der A7 bis nach Wittenborn seien „hieb- und stichfest“. Die Landesregierung sei deshalb „recht zuversichtlich, dass wir am Ende des Tages Baurecht bekommen werden“.

Dann könne 2020 mit den ersten Brückenbauten begonnen werden. Die Leipziger Richter hatten 2013 den dritten Abschnitt östlich von Bad Segeberg gestoppt, weil der Fledermausschutz nicht genug beachtet worden war. Bis zur geplanten westlichen Elbquerung der A20 bei Glückstadt fehlen noch 80 Kilometer. Auf der Strecke sind 90 Brücken und ein Elbtunnel geplant.

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