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CDU-Politikerin : Wein, Gummibärchen und Selfies – Sechs Fakten über Julia Klöckner

vom
Aus der Onlineredaktion

Julia Klöckner bestimmt mit ihren Ideen zur Flüchtlingspolitik die Nachrichten. Doch wer ist die Frau aus Rheinland-Pfalz überhaupt?

von
erstellt am 26.Jan.2016 | 21:17 Uhr

„Plan A2“, Integrationspflicht, Burkaverbot – in der aktuellen Flüchtlingsdebatte führt scheinbar kein Weg an Julia Klöckner vorbei. Immer wieder legt die stellvertretende CDU-Chefin neue Vorschläge auf den Tisch. Bei der Landtagswahl im März will sie Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz werden. shz.de stellt die Frau, die vielleicht einmal in Angela Merkels Fußstapfen treten könnte, vor.

Klöckner und der Wein

Julia Klöckner war 1995/96 die 47. deutsche Weinkönigin.
Julia Klöckner war 1995/96 die 47. deutsche Weinkönigin. Foto: Screenshot: www.deutscheweinkoenigin.de
 

Julia Klöckner war einmal Königin, Weinkönigin von Deutschland. Das kam nicht von ungefähr. Wein spielt im Leben der 43-Jährigen eine wichtige Rolle. 1972 wurde sie als jüngstes Kind einer Winzerfamilie geboren. Seit rund 400 Jahren pflanzt die Familie in Guldental Reben an. Doch damit nicht genug: Klöckner schrieb auch ihre Magisterarbeit über ihr Lieblingsthema: „Struktur und Entwicklung der europäischen Weinmarktpolitik“. Nach einem Volontariat arbeitete sie von 2000 bis 2002 als Redakteurin bei der „Weinwelt“, später wurde sie Chefredakteurin des Sommerlier-Magazins. Noch heute sieht sich die Pfälzerin als Weinbotschafterin. Ihr Lieblingstropfen? „Ich liebe deutschen Wein, besonders den Weißwein und ganz besonders die knackigen Weiß- und Grauburgunder von der Nahe“, schreibt sie auf ihrer Homepage.

Klöckner und Twitter

Über 14.000 Tweets in knapp sieben Jahren: Julia Klöckner mag Twitter.

Über 14.000 Tweets in knapp sieben Jahren: Julia Klöckner mag Twitter.

Foto: Screenshot/Twitter

Julia Klöckner ist Twitter-Expertin. Sie hält selbst Schleswig-Holsteins Twitterer-Guru Ralf Stegner in Schach. Mit über 41.000 Followern folgen ihr mehr als doppelt so viele Menschen wie dem SPD-Bundesvize aus Bordesholm. Klöckner sorgte beim Zwitschern schon 2009 für viel Furore. Sie war damals Mitglied der Zählkommission bei der Bundespräsidentenwahl 2009. Horst Köhler trat gegen Gesine Schwan an – und Klöckner twitterte 15 Minuten vor der offiziellen Bekanntgabe das Ergebnis. Mit Bezug auf den letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga schrieb sie: „#Bundesversammlung Leute, Ihr könnt in Ruhe Fußball gucke. Wahlgang hat geklappt!“ Der Tweet ist heute nicht mehr abrufbar, hatte damals aber einen Aufschrei zur Folge. Ein „Twitter-Verbot“ wurde kurzzeitig für die Bundesversammlung ausgesprochen, auch wenn niemand genau erklären konnte, wie das jemals durchgesetzt werden sollte. Ein dauerhafter Karriereknick für Klöckner blieb allerdings aus. Sie musste damals nur auf das Amt als Schriftführerin im Bundestag verzichten.

Klöckner und Selfies

Julia Klöckner fotografiert gerne mit ihren Smartphone.
Julia Klöckner fotografiert gerne mit ihren Smartphone. Foto: Imago/Reiner Zensen
 

Klöckner beherrscht nicht nur den Kurznachrichtendienst, sie kennt sich auch mit dem Foto-Netzwerk Instagram aus. Ihre Bilder verraten: Klöckner liebt Selfies. Egal ob mit der Jungen Union Rheinland-Pfalz:

Selfie mit der @jurlp! #3kt16 #rlp16

Ein von Julia Klöckner (@juliakloeckner) gepostetes Foto am

Oder mit Ex-Focus-Chefredakteur Helmut Markwort:

Mit Helmut Markwort beim BR-Frühschoppen heute. @bayerischer_rundfunk

Ein von Julia Klöckner (@juliakloeckner) gepostetes Foto am

Manchmal werden die Lieblings-Selfies auch bei Twitter veröffentlicht - zum Beispiel mit Partei-Chefin Merkel:

Klöckner und Merkel

CDU-Chefin Merkel (rechts) und ihre Stellvertreterin Julia Klöckner. /Archiv

CDU-Chefin Merkel (rechts) und ihre Stellvertreterin Julia Klöckner. /Archiv

Foto: dpa
 

Julia Klöckner wird als eine potenzielle Merkel-Nachfolgerin gehandelt. Mit ihren aktuellen Vorschläge in der Flüchtlingsdebatte zeigt sie zwar, dass es neben der alternativlose Politik der Kanzlerin vielleicht noch Alternativen gibt. Sie grenzt sich aber keineswegs kategorisch von Merkel ab (Beispiel: Plan „A2“ statt „Plan B“). Sicher ist: Klöckner hat von Merkel profitiert. Ihr Erfolg wäre ohne Merkels Hilfe nicht denkbar gewesen. Denn 2009 berief die Kanzlerin die „Merkelianerin“ Klöckner zur parlamentarischen Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium. Auch privat gilt bei Klöckner das „Modell Merkel“: Ihr Privatleben ist tabu.

Klöckner und Rheinland-Pfalz

Als Rheinland-Pfälzerin unterstützt Julia Klöckner den Fußball-Verein Mainz 05.
Als Rheinland-Pfälzerin unterstützt Julia Klöckner den Fußball-Verein Mainz 05. Foto: Imago/Hoffmann
 

Julia Klöckner ist Rheinland-Pfälzerin mit Leib und Seele. Nach ihren ersten Schritten in der Bundespolitik übernahm sie eine wichtige Aufgabe in der CDU: Sie griff in ihrer Heimat den dienstältesten Ministerpräsidenten der Republik an: Kurt Beck (SPD). Bei der Wahl 2011 hielt der sich zwar noch an der Macht. Die Blessuren waren aber schmerzlich. Und Klöckner wechselte komplett in die Landespolitik. Sie stellte einen Misstrauensantrag gegen Beck wegen der Millionenpleite am Nürburgring. Ohne Erfolg, aber kurz darauf zog sich Beck aus der Politik zurück, Malu Dreyer übernahm.

Gegen sie wird Klöckner im März bei der Landtagswahl einen neuen Versuch starten. Ihre Chancen stehen nicht schlecht, Ministerpräsidentin zu werden. Aktuelle Umfragen sehen die CDU deutlich vor der SPD.

Klöckner und Gummibärchen

Zwischen diesen Bildern liegen nur wenige Monate: Julia Klöckner hat 2014 17 Kilogramm abgenommen.
Zwischen diesen Bildern liegen nur wenige Monate: Julia Klöckner hat 2014 17 Kilogramm abgenommen. Foto: dpa
 

Auf die Frage, worauf sie nie verzichten könnte, antwortet Julia Klöckner mit „Gummibärchen“. Die Politikerin nascht gerne, mit ihrem Gewicht hatte sie allerdings mal ihre Probleme. 2014 machte sie eine Diät und nahm innerhalb kürzester Zeit 17 Kilogramm ab. Das blieb den Klatsch-Magazinen nicht verborgen. Die „Bunte“ titelte: „17 Kilo schöner in sechs Monaten - wie hat sie das bloß geschafft?“. Die Antwort lieferte „Weight Watchers. Ein Sprecher des US-Unternehmens erklärte „Für Powerfrauen wie sie, die 16-Stunden-Tage haben, ist das optimal“ und nutzte Klöckner ungefragt als Markenbotschafterin. Die war stinksauer: „Wie ich abgenommen habe, ist Privatsache.“ Sie drohte dem Unternehmen mit einer Klage, sollte sich der Vorfall wiederholen.

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