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Anonymer Brief an Erich Pipa : Wegen Flüchtlingshilfe: Morddrohung gegen Landrat in Hessen

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In dem Schreiben wird gedroht, es könne jemand den hessischen Landrat umbringen. Konkret soll dies am 13. September bei einer Veranstaltung geschehen.

Gelnhausen | Der hessische Landrat Erich Pipa von der SPD sieht sich wegen seines Engagements für Flüchtlinge Morddrohungen von Rechtsextremisten ausgesetzt. Sie gehen von einer „Initiative Heimatschutz Kinzigtal“ aus, wie der Verwaltungschef des Main-Kinzig-Kreises bei einer Pressekonferenz sagte, mit der er am Freitag in Gelnhausen den Vorgang öffentlich machte.

In einem der Schreiben, die der Deutschen Presse-Agentur vorlagen, wird Pipa gedroht, dass ihn jemand umbringen könnte. In dem Neun-Zeiler wird mit diesem Sonntag (13. September) auch gleich ein konkreter Tag genannt. An dem Tag will der Landrat an der Freizeit- und Breitensportveranstaltung „Kinzig total“ teilnehmen. Dabei werden alljährlich Straßen für den normalen Verkehr gesperrt und für Fahrrad-Ausflügler freigegeben. Pipa kündigte am Freitag an, trotz der Drohungen dort zu sein, um Flagge zu zeigen.

Mit einer Tötung drohen die Absender zwar nicht wortwörtlich. Das Landratsamt wertete die Formulierungen aber als Morddrohung. Die Absender nahmen laut dem Landkreis Bezug auf eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Schlüchtern. Dort hatte Pipa laut einem Zeitungsbericht gesagt „Das Boot ist nicht voll“. Er hatte sich offen für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge gezeigt.

Zur Person: Erich Pipa

Erich Pipa wurde am 18. Juni 1948 in Fulda geboren und ist Mitglied der SPD. Seit dem 18. Juni 2005 ist der Kommunalpolitiker Landrat des Main-Kinzig-Kreises. Seit November 2013 ist er ebenfalls Präsident des Hessischen Landkreistages. Pipa gilt als Vater des Breitbandprojektes im Kreis. Dieser will in kommunaler Verantwortung als einer der ersten Landkreise bis Ende 2015 ein flächendeckendes Glasfasernetz installiert haben.

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erstellt am 11.Sep.2015 | 13:57 Uhr

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