Hintergrund : Was geschieht mit den Fipronil-Hühnern?

Legehennen in einem typischen Massenbetrieb.
Legehennen in einem typischen Massenbetrieb.

Wegen der Belastung mit dem Insektizid Fipronil müssen allein in den Niederlanden täglich 5,5 Millionen Hühnereier vernichtet werden. Doch was geschieht mit den Legehennen? Auch ihr Fleisch ist mit dem Wirkstoff belastet.

shz.de von
04. August 2017, 12:31 Uhr

Die Produzenten haben drei Möglichkeiten, wie der niederländische Verband der Geflügelzüchter mitteilte:

Schlachten: Die Hühner werden notgeschlachtet und das Fleisch wird entsorgt. Das ist das wahrscheinliche Schicksal für die Hennen, die älter und schwer belastet sind.

Diät: Die Legehennen können auf Diät gesetzt werden. Wenn sie weniger Kalorien zu sich nehmen, verlieren sie Federn und Fett und damit auch Reste des schädlichen Insektizids. Das Entgiften dauert nach Schätzung von Experten aber mindestens sechs Wochen.

Abwarten: Bei Legehennen, in deren Eiern nur sehr geringe Spuren von Fipronil gefunden wurden, kann man auch einfach abwarten. Experten gehen davon aus, dass die Hühner dann ohne weitere Maßnahmen in etwa zwei Wochen wieder schadstofffrei sind.

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