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Elections 2016 : Wahlen in den USA: Der lange Weg ins Weiße Haus

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Mitt Romney, Donald Trump, Bill Clinton: Alles, was Sie aktuell zu den US-Wahlen wissen müssen, hat shz.de zusammengefasst.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2016 | 08:24 Uhr

Washington/New Brunswick | #Election2016: So lautet der Hashtag für die Wahlen in den USA. Doch bis ein neuer US-Präsident feststeht, ist es noch ein langer Weg. Es gibt immer neue Ideen, Diskussionen und Nachrichten. Wird es noch einen weiteren, unabhängigen Kandidaten geben? Warum muss Hillary Clinton noch kämpfen? Wer wird bereits als Vize-Präsident gehandelt, und warum taucht auch der Name Bill Clinton wieder auf? Alles, was Sie wissen müssen:

Ein dritter Kandidat?

Bei den Republikanern denkt eine Gruppe um Ex-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney über einen eigenen Bewerber nach. So wenig können sie mit dem voraussichtlichen Kandidaten Donald Trump anfangen, dass sie einen Unabhängigen ins Rennen schicken wollen, um den umstrittenen Seiteneinsteiger nur ja vom Weißen Haus fernzuhalten. Dazu Reince Priebis aus der Parteiführung: „Das wäre ein Selbstmordkommando.“ Auf diese Weise verlören die Republikaner nicht nur die Präsidentschaft, sondern „auf hundert Jahre“ auch das Oberste Gericht. Sie zerstörten die Partei „für viele Generationen“.

Hillary Clinton kämpft noch

 

Während Donald Trump sich schon mit aller Macht auf die Präsidentschaftswahl einstellen kann, ist Hillary Clinton noch in den Vorwahlen gefangen. „Es ist verrückt“, heißt es aus ihrem Team, „wir haben eine so historische Chance, wir könnten und müssten so viel tun, aber wir kommen einfach noch nicht dazu“. Am Dienstag wählen die Demokraten in Kentucky und Oregon. Konkurrent Bernie Sanders hat viel mehr Erfolg als alle dachten und erschwert einer möglichen Präsidentschaftskandidatin Clinton weiter das Leben. Bei den Republikanern hat Donald Trump keinen Konkurrenten mehr.

Obama warnt vor Trump

 

Obama richtete an der Rutgers University in New Brunswick deutliche Worte an Studenten: „Ignoranz ist keine Tugend“, sagte der scheidende Präsident. Er nannte Donald Trump zwar nicht beim Namen, doch war er mehr als deutlich. Eindringlich redete Barack Obama den Studierenden ins Gewissen: Eine Mauer sei in einer so eng verwobenen Welt keine Lösung, sagte der Präsident.

Grundsätzlich solle man sich an die Fakten halten und an die Wahrheit, Anti-Intellektualismus bringe niemanden weiter. Und: „In der Politik und im Leben ist Ignoranz keine Tugend. Es ist nicht cool, nicht zu wissen, wovon man spricht.“ Obama hat sich bisher mit Kommentaren zum Wahlkampf eher zurückgehalten.

Wer wird Vize-Präsident?

 

Je näher die Parteitage im Juli rücken, umso mehr schießen die Spekulationen ins Kraut: Wer kandidiert als Vizepräsident? Bei den Republikanern umfasst das Feld angeblich sechs Bewerber, sagt Ben Carson - etwas traurig, dass er selber nicht dazugehört, Sarah Palin aber dem Vernehmen nach schon. Bei den Demokraten wird laut und viel über Latino-Kandidaten wie Julian Castro nachgedacht. Und über Elizabeth Warren, die sehr progressive Senatorin von Massachusetts. Sie könnte, so die Lesart, als „running mate“ die enttäuschten linken Wähler Bernie Sanders' befrieden.

Wirtschaftsberater Bill Clinton?

 

Ex-Präsident Bill Clinton soll sich, wenn es nach einer künftigen US-Präsidentin Hillary geht, um die US-Wirtschaft kümmern. „Meinem Mann werde ich die Aufgabe übertragen, die Wirtschaft wiederzubeleben. Denn wie Sie wissen, weiß er, wie das geht“, sagte die frühere First Lady. Sie betrachte die Amtszeit ihres Mannes als Vorbild in Sachen Wirtschaftsmanagement: „Als mein Mann Präsident war, stiegen die Einkommen für alle.“

Trump braucht Spenden

 

Seinen Anhängern erzählt Donald Trump die Geschichte, er sei so reich, dass er Spendengelder zur Finanzierung seines Wahlkampfes links liegen lasse. Das mache ihn unabhängig. Jetzt wurde bekannt, dass Casino-Magnat Sheldon Adelson, einer der einflussreichsten weil reichsten Parteispender der Republikaner, Trumps Wahlkampf mit bis zu 100 Millionen Dollar stützen will.

Adelson hatte im vorigen Wahlkampf den Republikaner Mitt Romney unterstützt. Adelson hält etwa das palästinensische Volk für eine „Erfindung“ und machte den Vorschlag, den Konflikt mit dem Iran mit Hilfe einer Atombombe auf Teheran zu lösen. Als Adelson Mitbewerber Marco Rubio finanziell unterstützte, hatte sich Trump noch lustig gemacht: Rubio werde zur Marionette Adelsons.


Alle Infos zu den Vorwahlen können Sie auch laufend aktualisiert in unserem Liveblog verfolgen.

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