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Waffenruhe in Gaza – Israel schickt 27 000 Soldaten nach Hause

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2014 | 16:25 Uhr

Nach Durchsetzung einer stabilen Waffenruhe im Gaza-Krieg bemüht Ägypten sich um eine längerfristige Beruhigung der Lage. Auch am zweiten Tag der Feuerpause kam es bis zum Abend nicht zu neuen Verstößen. Israel schickte daher gestern rund 27 000 Reservisten wieder nach Hause. Mit dem Schweigen der Waffen treten Bemühungen um eine Verlängerung der 72-stündigen Feuerpause in den Vordergrund, die noch bis morgen 7 Uhr unserer Zeit dauert. Gestern Abend erklärte sich Israel bereit, die Waffenruhe zu verlängern. Israelische und palästinensische Unterhändler hatten zuvor in Kairo über ägyptische Vermittler bereits Papiere mit ihren Forderungen ausgetauscht.


Die Hoffnung auf ein Ende der Gewalt wächst


Issat Al-Rischak, ein hochrangiger Funktionär der Hamas, stellte ebenfalls eine Verlängerung der Waffenruhe in Aussicht. Dies hänge aber vom Verlauf der Verhandlungen mit Israel ab, sagte Al-Rischak. Israel fordert als Bedingung für einen Wiederaufbau des zerstörten Gazastreifens eine Entmilitarisierung des schmalen Küstengebiets und eine Entwaffnung der militanten Organisationen. Dies lehnt die Hamas bislang ab.

Die einmonatige Offensive Israels im Gazastreifen hat dort schwere Zerstörungen hinterlassen. 65 000 Menschen haben nach UN-Angaben keine Bleibe mehr. 187 000 Menschen halten sich nach Angaben des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA weiterhin in 90 UN-Schutzräumen auf. Einige seien auch dorthin zurückgekommen.

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