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Trennen mit Tempo : Von Flynn bis Scaramucci: Die Abgänge aus dem Trump-Team

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Der US-Präsidenten ist rasend schnell - nicht bei der Umsetzung politischer Vorhaben, sondern beim Personalaustausch.

Washington | Weniger als sieben Monate ist Donald Trump im Amt, und schon zahlreiche hochrangige Mitarbeiter haben ihre Jobs verloren. Und als Nächster könnte womöglich Justizminister Jeff Sessions an der Reihe sein, den Trump zuletzt in beispielloser Weise öffentlich niedergemacht hatte.

Ein Überblick:

Der ehemalige Sicherheitsberater Michael Flynn

Flynn war im Februar als Sicherheitsberater zurückgetreten.
Flynn war im Februar als Sicherheitsberater zurückgetreten. Foto: Carolyn Kaster

Er war dreieinhalb Wochen im Amt, dann wurden ihm seine Russland-Kontakte zum Verhängnis. Flynn machte fragliche Angaben zu einem Gespräch mit dem russischen Botschafter gegenüber dem Vizepräsidenten Mike Pence und sprach im Dezember mit dem Diplomaten über die gegen Russland verhängten Sanktionen. Donald Trump forderte ihn auf zurüchzutreten. Michael Flynn leistete dem Folge.

Der ehemalige FBI-Direktor James Comey

<p>FBI-Chef James Comey musste im Mai sein Amt niederlegen.</p>

FBI-Chef James Comey musste im Mai sein Amt niederlegen.

Foto: dpa

Der Direktor der Bundespolizei wurde Anfang Mai gefeuert. Zu Beginn seiner Amtszeit war Barack Obama noch Präsident. Trumps Gründe für den Rausschmiss Comeys sind nicht eindeutig. Die Russland-Affäre und die vom ehemaligen FBI-Chef geführten Ermittlungen dazu sollen Anlass zur Kündigung gewesen sein. Comey sagte im Senat aus, er sei von Trump seiner Nachforschungen bedrängt worden. 

Der ehemalige US-Regierungssprecher Sean Spicer

Zurückgetreten: Der Presseprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer.
Zurückgetreten: Der Presseprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer. Foto: Pablo Martinez Monsivais

Als Saramucci Kommunikationschef wurde, trat der Pressesprecher zurück. Er setzte sich laut Medienberichten gemeinsam mit mit Stabschef Priebus gegen die Einsetzung Saramuccis ein. Trump wiederum war mit Spicer unzufrieden. In Briefings wirkte der Presseprecher häufig überfordert.

Der ehemalige Stabschef Reince Priebus

Reince Priebus

Nicht hart genug für Trump: Reince Priebus

Foto: dpa

Auch der Stabschef legte sein Amt nieder und das nur eine Woche nach Spicer. Der neue Kommunikationschef führte eine Kampagne gegen Priebus - die Trump zum Teil befürwortet haben soll. Der US-Präsident soll ihn in einem Telefonat mit einem Journalisten als „verdammt paranoiden Schizophrenen“ bezeichnet haben. Als entsprechend durchsetzungsfähig, um das Weiße Haus und die Kooperation mit dem Kongress zu managen, hielt Trump ihn nicht.

Der Ehemalige Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci

Anthony Scaramucci, der erst vor wenigen Tagen ernannte Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump, räumt seinen Posten im Weißen Haus schon wieder.
Anthony Scaramucci, der erst vor wenigen Tagen ernannte Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump, räumt seinen Posten im Weißen Haus schon wieder. Foto: Pablo Martinez Monsivais

Mit nur zehn Tagen ist der Kommunikationscheft Rekordhalter - so kurz war noch kein anderer hochrangiger Regierungsmitarbeiter Trumps im Amt. Und das obwohl Saramucci den Präsidenten dabei unterstützte, Priebus aus dem Amt zu drängen. Er hatte jedoch in einem Gespräch mit einem Journalisten Steve Bannon, Trumps Chefstrategen, beschimpft. Seinen Rausschmiss konnte er auch nicht mehr abwenden, indem er beteuerte, die Äußerungen seien nicht zur Veröffentlichung bestimmt gewesen. Der neue Stabschef John Kelly soll Saramuccis Entlassung veranlasst haben.

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erstellt am 01.Aug.2017 | 13:33 Uhr

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