Boko Haram : Von der Leyen verspricht Nigeria Hilfe gegen den Terror - aber keine Waffen

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) übergibt in Abuja am Nnamdi Azikiwe International Airport in Nigeria eine mobile medizinische Einrichtung und Metalldetektoren zur Minensuche an ihren Amtskollegen Mansur Dan-Ali (links).

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) übergibt in Abuja am Nnamdi Azikiwe International Airport in Nigeria eine mobile medizinische Einrichtung und Metalldetektoren zur Minensuche an ihren Amtskollegen Mansur Dan-Ali (links).

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist zum ersten Mal in Nigeria und übergibt einen Teil der Ausrüstung.

shz.de von
18. Dezember 2016, 17:36 Uhr

Deutschland unterstützt den Kampf gegen den Terror im westafrikanischen Nigeria mit drei Radarstationen, 180 Minensuchgeräten und einem mobilen Feldlazarett. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) übergab am Sonntag bei einem Kurzbesuch in der nigerianischen Hauptstadt Abuja einen Teil der insgesamt 4,2 Millionen Euro teuren Ausrüstung. Seit 2009 terrorisiert die islamistische Boko Haram Nigeria. Die Zahl der Toten wird auf 30 000 geschätzt.

Von der Leyen begründete die Unterstützung auch mit der Flüchtlingsbewegung aus Afrika nach Europa. „Natürlich verlassen auch viele Menschen Nigeria auf der Flucht vor dem Terror“, sagte sie.„Insofern ist es in unserem gemeinsamen Interesse, dass der Terror bekämpft wird.“ Nigeria ist mit 182 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Die deutsche Hilfe für die Streitkräfte des ölreichen Landes ist Teil der so genannten „Ertüchtigungsinitiative“ der Bundesregierung. Damit sollen vertrauenswürdige Länder in Krisenregionen in die Lage versetzen werden, selbst für Stabilität und Sicherheit zu sorgen. Dafür stellt die Bundesregierung 100 Millionen Euro in diesem und 130 Millionen im nächsten Jahr bereit.

Neben Nigeria zählen Jordanien, Tunesien, Mali und ab dem nächsten Jahr Niger zu den Empfängerländern.  Ein großer Teil des Geldes fließt in Rüstungsgüter. In Jordanien hatte von der Leyen erst vor einer Woche 16 „Marder“-Schützenpanzer übergeben. Nigeria erhält allerdings keine Waffen.

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