Radikaler Islamismus : Verfassungsschutz rechnet mit weiteren Terroranschlägen in Deutschland

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (r, CDU) und Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen (Archiv).
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Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (r, CDU) und Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen (Archiv).

Die Zahl der Salafisten steigt, warnte Innenminister de Maizière bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts.

shz.de von
04. Juli 2017, 11:22 Uhr

Berlin | Die Sicherheitsbehörden verzeichnen immer mehr Salafisten in Deutschland und halten neue islamistische Anschläge für möglich. Die Zahl der Salafisten sei von 8350 im Jahr 2015 auf aktuell 10.100 gestiegen, sagte der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, am Dienstag bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2016 in Berlin. Vor allem durch den starken Zulauf bei dieser Gruppe, die einer besonders konservativen Strömung des Islam anhängt, ist die islamistische Szene insgesamt gewachsen.

 

„Wir müssen davon ausgehen, dass mit weiteren Anschlägen durch Einzeltäter oder durch Terrorkommandos auch in Deutschland gerechnet werden muss“, sagte Maaßen. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte, innerhalb der Szene gebe es eine Kräfteverschiebung hin zu einer gewaltorientierteren Richtung. Mit 680 gebe es so viele Gefährder wie nie zuvor.

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