Bedrohungslage : Verfassungsschutz: Deutschland stärker in Terror-Fokus des IS gerückt

Terror (Symbolbild)
Die Anrufe auf dem „Hinweistelefon Islamistischer Terrorismus“ des Amtes haben im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Mehr Hinweise, mehr gewaltbereite Islamisten: Die Gefährdungslage sei hoch, sagt der Verfassungsschutz.

shz.de von
08. März 2017, 16:21 Uhr

Berlin | Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat Deutschland nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) zuletzt stärker ins Visier genommen. „Deutschland ist in der Zielauswahl des IS im Laufe des Jahres 2016 deutlich höher priorisiert“, sagte BfV-Präsident Hans-Georg Maaßen am Mittwoch in Berlin. Die Gefährdungslage sei unverändert hoch. Maaßen fügte an, das Potenzial gewaltbereiter Islamisten in Deutschland nehme stetig zu. Ihre Zahl liegt demnach derzeit bei nahezu 1600.

Die Bedrohungslage durch den islamistischen Terrorismus zeigt sich nach BfV-Angaben auch an den zahlreichen Hinweisen und deren höherer Wertigkeit. So habe sich die Zahl der unspezifischen Gefährdungshinweise seit 2013 verdreifacht. Die Anrufe auf dem „Hinweistelefon Islamistischer Terrorismus“ des Amtes hätten sich 2016 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt auf über 1100.

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