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Mit den Behörden unzufrieden : Verden: Mann rast mit Auto in Rathaus und zündet den Wagen an

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Nach dem ersten Schock über den Angriff eines Autofahrers auf das Rathaus sortiert sich die Stadtverwaltung neu.

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2017 | 13:05 Uhr

Verden | Der Mann, der sein Auto absichtlich in das Rathaus der Kleinstadt Verden gefahren hat, soll seinen Wagen danach selbst angezündet haben. Der 47-Jährige Verdener war am Sonntag mit dem Fahrzeug ins Glasfoyer des Rathaus-Neubaus gefahren. Er sei im Inneren von einer Treppe gestoppt worden, teilte die Polizei am Montag mit. Nach bisherigen Ermittlungen stieg der Mann dann aus, goss Benzin über den Mittelklasse-Wagen und zündete ihn an. Das Feuer richtete einen Schaden im Millionenbereich an. Als Motiv der Tat vermutet die Polizei „persönliche Unzufriedenheit mit den Behörden“.

Die Stadtverwaltung der niedersächsischen Kommune konnte am Montag nur eingeschränkt arbeiten. Es sei derzeit noch nicht klar, wann das stark beschädigte Gebäude wieder geöffnet werden könne, sagte eine Stadtsprecherin. In dem Teil des Rathauses sind unter anderem die Fachbereiche für Sicherheit und Ordnung mit dem Bürgerbüro, die Stadtplanung mit der Bauaufsicht und der Eigenbetrieb zur Abwasserentsorgung untergebracht.

Verdens Bürgermeister rätselt derweil über die Motive der Rathaus-Attacke. Bei dem 47-Jährigen liege kein laufendes Antragsverfahren vor, sagte Lutz Brockmann (SPD). Auch einen Bauantrag gebe nicht. Allerdings habe er auch nicht gezielt nach Informationen über den mutmaßlichen Täter gesucht, betonte der Bürgermeister. „Das ist Aufgabe der Polizei.“ Er sei nur überaus erleichtert gewesen, dass es keinen Terrorhintergrund gegeben habe.

Die Staatsanwaltschaft Verden prüft einen Antrag auf Haftbefehl.

Der Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Thorsten Bullerdiek, sagte der dpa, dass sich vor solchen Amokläufern letztlich niemand schützen könne. „Wenn wir es dennoch tun, bekommen wir einen Staat in dem niemand leben mag. Daher hilft es nur, ruhig und besonnen zu handeln“, so Bullerdiek.

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