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Kein Konzert in Chicago : USA verweigern japanischer Metal-Band „Loudness“ die Einreise

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Der Auftritt im Club „Reggies“ wurde abgesagt. Die Musiker hatten keine Visa – brauchten bisher aber auch nie welche.

shz.de von
erstellt am 20.Apr.2017 | 10:47 Uhr

Chicago | Japans international bekannter Heavy Metal-Band „Loudness“ ist die Einreise in die USA verweigert worden. Das gab der Musikclub „Reggies“ in Chicago auf seiner Facebook-Seite bekannt. Zur Begründung wurde auf die „strikte“ Einreise-Politik der neuen Regierung unter US-Präsident Donald Trump verwiesen. Japanischen Medienberichten vom Donnerstag zufolge reisten die japanischen Alt-Rocker mehrere Stunden nachdem ihnen an einem Flughafen in Chicago die Einreise verweigert worden sei, wieder zurück nach Japan.

Donald Trumps Einreisebann löst in Wirtschaft, Sport und Kultur Sorge aus. Firmen bangen um Mitarbeiter, Sportler sehen ihr Land als Austragungsort in Gefahr. Jetzt müssen sich offenbar auch Musiker warm anziehen, die Konzerte in den USA spielen wollen. Trump war im März mit einem Erlass für ein Einreiseverbot für Menschen aus vorwiegend islamischen Ländern zum zweiten Mal gescheitert.

Der seit Jahrzehnten bestehenden Band sei noch nie die Einreise in die Vereinigten Staaten verwehrt worden. Ihre Agentur wurde mit den Worten zitiert, für von ihr betreute japanische Musiker hätten bislang Einladungsschreiben ausgereicht. Von den Bandmitgliedern von „Loudness“ hätten die US-Behörden jedoch Visa verlangt, hieß es. Japan steht eigentlich nicht auf der Liste für Einreiseverbote.

Alle Konzerte auf der Tour wurden nun gecancelt. Im Juli 2017 spielt die Band in Brande-Hörnerkirchen beim „Headbangers Open Air“.

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