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USA planen Luftangriffe auf IS-Terrormilizen auch in Syrien

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die US-Regierung bewertet die Ermordung des US-Journalisten James Foley durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als einen Anschlag auf Amerika. „Wir betrachten dies als einen Angriff auf unser Land“, sagte Ben Rhodes, Sprecher des nationalen Sicherheitsrates. Die Regierung schließt deshalb Luftangriffe auf die IS auch in Syrien nicht mehr aus. „Wir denken über alle Optionen nach“, sagte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel.

Er bezeichnete die radikale Sunnitenmiliz als extreme Bedrohung der Vereinigten Staaten. „Es ist weit mehr als eine Terrorgruppe“, sagte er. Sie sei „so hoch entwickelt und gut finanziert wie keine andere“. US-Generalstabschef Martin Demspey erklärte, die Organisation könne nicht besiegt werden, ohne ihre Teile in Syrien ins Kalkül zu ziehen. Der Kampf müsse auf beiden Seiten der „quasi nicht existierenden Grenze“ zwischen Irak und Syrien geführt werden.


Papst tröstet Eltern des ermordeten Journalisten


IS-Extremisten und Soldaten des syrischen Regimes von Präsident Baschar al-Assad lieferten sich gestern heftige Kämpfe um einen Militärflughafen im Osten des Landes. Dabei kamen laut syrischer Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 35 IS-Kämpfer um.

Unterdessen berichtete die US-Nachrichtenseite Globalpost, die IS-Terroristen hätten den Eltern des ermordeten US-Reporters James Foley vor dessen Enthauptung eine Mail geschickt. Darin kündigten sie die Bluttat als Vergeltung für die US-Luftangriffe an. Die Miliz hatte zuvor 100 Millionen Euro Lösegeld verlangt. Bei einem Telefonat mit den Eltern bekundete Papst Franziskus sein Beileid. Der 40-jährige Foley war katholisch und hatte an einer von Jesuiten geleiteten Universität im US-Bundesstaat Wisconsin studiert.

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erstellt am 22.Aug.2014 | 14:06 Uhr

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