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Kampf um die Präsidentschaft : US-Vorwahlen: Trump siegt weiter, Clinton nur theoretisch noch schlagbar

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Trump, Trump, Trump, Trump, Trump: Der Immobilien-Milliardär hat schon wieder alle Vorwahlen für sich entschieden.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2016 | 07:04 Uhr

Washington | Seine Konkurrenten verbrüdern sich gegen ihn, doch Donald Trump scheint nicht zu stoppen: Der umstrittene Kandidat der Republikaner hat wieder fünf von fünf Vorwahlen in Maryland, Delaware, Rhode Island, Connecticut und Pennsylvania gewonnen.

Mit den Siegen hat sich Trumps Chance, bis zum Nominierungsparteitag im Juli in Cleveland die absolute Mehrheit von 1237 Delegierten - diese küren letztlich den Präsidentschaftskandidaten - hinter sich zu versammeln, erhöht. Schon am nächsten Dienstag wartet mit Indiana eine Vorwahl im nächsten wichtigen, möglicherweise sogar vorentscheidenden Bundesstaat.

Bei den Republikanern versuchen einflussreiche Parteifunktionäre seit Monaten, Trumps Kandidatur zu verhindern. Zuletzt hatten sich seine beiden verbliebenen innerparteilichen Gegner, der erzkonservative Senator Ted Cruz aus Texas und der liberalere Gouverneur von Ohio, John Kasich, gegen ihn verbündet. Sie wollen sich in Staaten wie Indiana, New Mexico und Nebraska nicht gegenseitig Konkurrenz machen.

Die Ergebnisse der Republikaner im Überblick:

Die Augen der Republikaner richten sich nun auf den Bundesstaat Indiana im Mittleren Westen. Wenn Cruz dort nicht gewinnen kann, hat Trump sehr gute Chancen auf eine absolute Mehrheit der Delegierten. Sollte Cruz hingegen dort gewinnen, dürfte es für Trump schwer werden, die Mehrheit vor dem Parteitag in Cleveland zu sichern. Trump kündigte an, bereits am Mittwoch nach Indiana zu reisen und dort einen tagelangen Wahlkampf führen zu wollen.

Sollte er nicht auf die benötigen 1237 Delegierten kommen, könnte Trump die Nominierung durch ein parteiinternes Gegenmanöver noch verlieren, selbst wenn er mit den meisten Delegierten nach Cleveland zieht. Wegen dieser Konstellation gilt der Parteitag schon jetzt als einer der spannendsten in der jüngeren Parteigeschichte der US-Konservativen.

Trump holte verbal zum Gegenschlag aus. Er forderte Cruz und Kasich dazu auf, ihre Bewerbungen niederzulegen und sich hinter seine Kandidatur zu stellen. „Ich betrachte mich als den mutmaßlichen Kandidaten“, sagte Trump nach seinem Fünffach-Triumph in New York. Er habe mehrere Millionen mehr Stimmen als sein nächstbester Herausforderer Ted Cruz und mehrere Hundert mehr Delegierte. Es sei an der Zeit, die republikanische Partei wieder zu einen.

Hillary Clinton ist nur noch theoretisch zu stoppen

Clinton fuhr vier von fünf Siegen ein.
Clinton fuhr vier von fünf Siegen ein. Foto: dpa
 

Bei den Demokraten musste sich Favoritin Hillary Clinton am Dienstag nur in Rhode Island ihrem Kontrahenten Bernie Sanders beugen. Die frühere Außenministerin siegte klar in Maryland, Pennsylvania und Delaware und holte sich nach einem lange offenen Rennen auch einen knappen Sieg in Connecticut.

Die Ergebnisse der Demokraten im Überblick:

 

Clinton ist damit nur noch theoretisch von Sanders einzuholen. Der linksliberale Senator hatte aber bereits zuvor angekündigt, nicht aufgeben zu wollen und auch beim Parteitag im Juli in Philadelphia zu kandidieren. „Mit Eurer Hilfe werden wir zurück nach Philadelphia kommen, zum demokratischen Parteitag, mit den meisten Stimmen und den meisten Delegierten“, rief Clinton versammelten Anhängern in Philadelphia (Pennsylvania) zu.

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