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Bericht über Russland-Gespräch : US-Justizminister Sessions soll die Unwahrheit gesagt haben

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Der Druck auf Justizminister Jeff Session wächst. In der Russland-Affäre kommen immer mehr Zweifel an seiner Darstellung zu Gesprächen mit dem russischen Botschafter auf. Auch Trump geht zu seinem Minister zunehmend auf Distanz.

In der Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump wirft ein neuer Bericht Zweifel an der Darstellung von Justizminister Jeff Sessions zu seinen Gesprächen mit dem russischen Botschafter in den USA auf.

Der russische Diplomat Sergej Kisljak habe gegenüber seinen Vorgesetzten angegeben, bei seinen Treffen mit Sessions im vergangenen Jahr über den Wahlkampf gesprochen zu haben, berichtete die «Washington Post» unter Berufung auf amtierende und ehemalige Regierungsmitarbeiter. US-Geheimdienste hätten die Kommunikation zwischen dem Botschafter und dessen Vorgesetzten überwacht.

Sessions hatte mehrfach bestritten, mit Kisljak über Themen gesprochen zu haben, die den Wahlkampf betrafen. Zum fraglichen Zeitpunkt gehörte der damalige Senator Trumps Wahlkampfteam als politischer Berater an. Regierungsbeamte sagten der Zeitung aber auch, dass der russische Botschafter die Begegnungen mit Sessions in seinen Gesprächen mit den Vorgesetzten übertrieben oder falsch dargestellt haben könnte.

US-Geheimdienste beschuldigen den Kreml seit längerem, sich gezielt in den Wahlkampf eingemischt zu haben, um Trump zu helfen und seiner Konkurrentin Hillary Clinton zu schaden. Ein Sonderermittler und mehrere Kongressausschüsse untersuchen, ob es Absprachen zwischen Vertretern aus Trumps Wahlkampflager und Russland gab.

Sessions steht wegen der Russland-Affäre stark unter Druck. In einem Interview mit der «New York Times» ging Trump diese Woche öffentlich auf Distanz zu seinem Justizminister. Hintergrund ist Sessions' Entscheidung vom März, sich wegen Befangenheit aus den Russland-Ermittlungen des FBI herauszuhalten. Der 70-Jährige hatte sich zu diesem Schritt entschlossen, nachdem seine Treffen mit Kisljak öffentlich geworden waren.

"Washington Post"-Bericht

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erstellt am 22.Jul.2017 | 21:46 Uhr

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