Urlaubsprobleme

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20. Juli 2014, 14:12 Uhr

Vor der Abreise in den Urlaub bricht Hektik aus: Wer füttert die Katze, wer leert den Briefkasten? Wohin die Reise geht, wissen nur Familie und Nachbarschaft. Wo Prominente Urlaub machen, steht in der Zeitung. Daher müssen gerade Spitzenpolitiker darauf achten, dass ihr Ziel politisch korrekt ist. Jetzt auf die Krim? Das geht natürlich gar nicht. Für regionale Größen macht es sich gut, wenn man in heimischer Umgebung bleibt. Das ist Werbung für den Tourismus. Kiels Regierungschef Albig begibt sich schon mitten im Sommer aufs Glatteis. Rügen, das ist Konkurrenz für den „echten Norden“. Da die allerhöchsten politischen Spitzen während der Dienstzeit zwischen den Kontinenten pendeln, zieht sie im Urlaub nichts in die Ferne. Helmut Kohl reichte der Wolfgangsee, seinem „Mädchen“ genügt zum fünften Mal Südtirol. Richtig „in Ferien“ ist ein Kanzler ohnehin nicht. Ein Dutzend Telefonleitungen verbindet ihn mit dem Berliner Kommandostand, und wenn es richtig brennt, ist er/sie in einer Stunde „vor Ort“. Apropos: Muss eigentlich auch die Kanzlerin einen Urlaubsantrag stellen, und wenn ja, bei wem? Oder sagt sie nur: Ich bin dann mal weg?

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